Musk räumt Nutzung von OpenAI-Technologie ein
Gerichtsverfahren beleuchtet Streit um Struktur und Kontrolle von OpenAI.
Im Rechtsstreit um die Ausrichtung von OpenAI hat Elon Musk eingeräumt, dass seine KI-Firma xAI beim Training eigener Modelle teilweise auf Technologie des Konkurrenten zurückgegriffen hat. Dabei geht es um die Methode der „Destillation“, bei der ein neues KI-System mithilfe eines bestehenden Modells angelernt wird, um Entwicklungszeit und Kosten zu reduzieren.
Musk machte die Aussage während seiner Befragung als Zeuge in einem Verfahren gegen OpenAI-Chef Sam Altman. Auf Nachfrage bestätigte er, dass auch xAI diese Technik zumindest in Teilen genutzt habe, nachdem er zunächst ausweichend geantwortet hatte.
Im Zentrum des Prozesses steht Musks Vorwurf, OpenAI habe sich von seiner ursprünglichen gemeinnützigen Ausrichtung entfernt. Er beschuldigt Altman und Mitgründer Greg Brockman, den wirtschaftlichen Wert des Unternehmens in einen gewinnorientierten Bereich verlagert zu haben. OpenAI weist dies zurück und betont, die Kontrolle liege weiterhin bei der gemeinnützigen Organisation.
Zusätzliche Brisanz erhielt der Prozess durch vorgelegte interne Nachrichten, die nahelegen, dass Musk selbst einst versucht habe, Einfluss auf einen gewinnorientierten Teil von OpenAI zu gewinnen. Zudem kam es während der Befragung mehrfach zu angespannten Wortwechseln zwischen Musk und den Anwälten, wobei das Gericht ihn zeitweise zur Zurückhaltung aufforderte.
APA/Red.
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