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Musikumsatz: Streaming macht fast 70 Prozent aus

Weltweit steigen die Einnahmen aus Musikaufnahmen, wobei Streaming mittlerweile nahezu 70 Prozent des Jahresumsatzes ausmacht.

19.03.2026 13:42
red04
© Adobe Stock
Vor allem in Nordafrika und dem Nahen Osten liegt der Anteil des Streaming-Umsatzes bei 97,5 Prozent.

Die globale Musikindustrie hat im vergangenen Jahr deutliche Zuwächse bei den Einnahmen aus Musikaufnahmen verzeichnet. Laut dem internationalen Musikindustrie-Verband IFPI mit Sitz in London stieg der Umsatz 2025 um 6,4 Prozent auf 31,7 Milliarden Dollar (27,43 Milliarden Euro). Fast 70 Prozent dieser Einnahmen entfielen auf das Streaming von Musik.

Streaming dominiert den Markt

Das Streaming hat damit weiterhin die zentrale Rolle im Musikgeschäft übernommen. Vor allem in Nordafrika und dem Nahen Osten liegt der Anteil des Streaming-Umsatzes bei 97,5 Prozent, während in Asien physische Tonträger wie CDs und Schallplatten nach wie vor stark nachgefragt werden. Trotz der Dominanz digitaler Formate konnte auch der Umsatz mit physischen Tonträgern zulegen. Besonders Schallplatten verzeichneten einen Zuwachs von 13,7 Prozent. Asiatische Länder machten 45,1 Prozent der weltweiten Verkäufe von Schallplatten und CDs aus, was den regionalen Unterschied im Konsumverhalten verdeutlicht.

Österreich überdurchschnittlich stark

In Europa stiegen die Einnahmen um 5,6 Prozent, was einem Anteil von 30,4 Prozent am globalen Umsatz entspricht. Österreich zeigte mit einem Plus von 6,5 Prozent ein überdurchschnittliches Wachstum im Vergleich zum europäischen Durchschnitt.

Warnung vor KI

Der IFPI-Verband warnte zugleich vor Risiken durch Künstliche Intelligenz. Gefälschte Inhalte könnten den Musikmarkt schädigen: „Streaming-Betrug ist schlicht und einfach Diebstahl.“ Der Verband plädiert für Technologien, die „Kreativität unterstützen und verstärken, nicht ersetzen“.

(APA/red)

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