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Multitasking: Handy im Gehen bedienen kann nicht jeder

Wissenschaftler der University of Rochester schaffen Prognose zur geistigen Fitness im Alter
©unsplash

Beim Gehen lösen viele Menschen ihre Aufgaben besser

Die Fähigkeit zu gehen und sich dabei auf etwas anderes Рwie die Verwendung eines Smartphones Рzu konzentrieren, ist bei vielen Menschen angeboren. Es erklärt laut Forschern der University of Rochester auch, warum nicht jeder Mensch ein Multitasker ist. Laut den Experten steigert sich die Gehirnaktivität beim Gehen tatsächlich, sodass dies eher zum Multitasking befähigt.

26 jungen Menschen analysiert

Forschungsleiterin Eleni Patelaki glaubt, dass dies dazu f√ľhrt, dass das Gehirn auch im Alter noch gut funktioniert. Die Experten haben 26 gesunde 18- bis 30-J√§hrige untersucht. Sie fanden heraus, dass 14 von ihnen bestimmte Aufgaben beim Gehen besser bew√§ltigen konnten, was mit einer Ver√§nderung ihrer frontalen Gehirnfunktion einherging. Bei den √ľbrigen Probanden war dieses Ph√§nomen nicht zu beobachten.

“Bevor wir sie getestet haben, gab es keinen Hinweis darauf, wer in welche Kategorie fallen w√ľrde. Wir dachten zun√§chst, dass jeder √§hnlich reagieren w√ľrde”, sagt Patelaki. Sie sei √ľberrascht gewesen, dass es f√ľr einige der Probanden einfacher war, Dualtasking zu betreiben, also mehr als eine Aufgabe ordentlich zu erledigen, im Vergleich zu Singletasking. In den meisten Studien in diesem Bereich zeige sich, dass die Leistung geringer wird, je mehr Aufgaben Menschen gleichzeitig erledigen m√ľssen.

Herausfordernde Versuchsreihe

Bei den Tests mussten sich die Teilnehmer eine Reihe von Bildern ansehen, w√§hrend sie auf einem Stuhl sa√üen und bei jeder √Ąnderung auf eine Schaltfl√§che klicken. Dann wiederholten sie das Experiment beim Gehen. Sie wurden alle mit dem Elektroenzephalogramm und dem Mobile Brain/Body Imaging System √ľberwacht, das die Gehirnaktivit√§t, Kinematik und das Verhalten beobachtete. “Mit blo√üem Auge entdeckten wir keine Unterschiede. Erst als wir anfingen, ihr Verhalten und ihre Gehirnaktivit√§t zu analysieren, fanden wir den √ľberraschenden Unterschied in der neuronalen Signatur der Gruppe und was sie dazu bringt, Komplexe Dualtasking-Prozesse anders zu handhaben.”

Studienleiter Edward Freedman nach muss die Forschung auf √§ltere Erwachsene ausgeweitet werden, um Menschen zu identifizieren, die auch im Alter noch geistig fit sind. “Unsere Erkenntnisse zeigen, dass das MoBI uns Hinweise geben kann, wie das Gehirn auf das Gehen und wie es auf Aufgaben reagiert. Das erm√∂glicht es uns, in die Gehirne √§lterer Erwachsener, insbesondere gesunder, zu schauen”, unterstreicht Freedman abschlie√üend.

PTE/Red.

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