Kritik an geplanter Paketabgabe
Handel warnt vor höheren Preisen, Bürokratie und Wettbewerbsnachteilen.
Der Handelsverband Österreich übt deutliche Kritik an den Plänen des Finanzministeriums für eine mögliche nationale Paketabgabe im Online- und Versandhandel. Nach Einschätzung der Branche könnte eine solche Maßnahme den heimischen Handel stark belasten und zu höheren Preisen für Konsumentinnen und Konsumenten führen.
Besonders betroffen wären laut Handelsverband jene Unternehmen in Österreich, die bereits stark in den digitalen Handel investiert haben. Eine zusätzliche Abgabe würde Innovationen bremsen und die Wettbewerbsfähigkeit schwächen, so die Kritik.
Der E-Commerce spiele mittlerweile eine zentrale Rolle für die Wirtschaft und sichere zehntausende Arbeitsplätze. Zusätzliche Abgaben würden daher nicht nur einzelne Unternehmen treffen, sondern den gesamten Standort belasten.
Auch aus Konsumentensicht wird die Maßnahme kritisch gesehen, da sie laut Verband preistreibend wirken und damit die Inflation weiter erhöhen könnte. Zudem wird befürchtet, dass internationale Plattformen schwerer regulierbar bleiben und bestehende Ungleichheiten im Wettbewerb verstärken.
Statt nationaler Einzelmaßnahmen fordert der Handelsverband eine stärkere EU-weite Regulierung, insbesondere eine bessere Durchsetzung von Zoll- und Steuerregeln gegenüber großen Online-Plattformen.
APA/Red.