KI in der Videoproduktion
Eine Fachsession zeigt, dass KI Video-Workflows unterstützt, aber kreative und strategische Arbeit weiterhin beim Menschen liegt.
Bei einer hybriden Digital Innovation Session der COPE Content Performance Group diskutierten rund 130 Teilnehmer:innen über den tatsächlichen Nutzen von Künstlicher Intelligenz in der Videoproduktion. Im Fokus stand die Frage, welche Aufgaben KI heute sinnvoll übernehmen kann – und wo ihre Grenzen liegen.
Aus Agentursicht wurde betont, dass nicht die Technologie das Hauptproblem sei, sondern oft eine fehlende Strategie. Zudem bestehe die Gefahr, dass Inhalte durch die Nutzung ähnlicher KI-Tools austauschbar wirken und an Markenidentität verlieren. Wichtig sei ein klarer Aufbau von Videoinhalten: Während längere Formate Vertrauen schaffen, dienen kurze Clips vor allem der Aufmerksamkeit und sollten gezielt eingesetzt werden. Erfolgreiches Storytelling im Kurzformat folgt dabei eigenen Regeln und erfordert eine klare Struktur.
In der praktischen Videoproduktion zeigt sich KI vor allem in der Vor- und Nachbereitung als hilfreich. So kann sie beispielsweise bei der Visualisierung von Ideen oder bei einfachen Schnittarbeiten unterstützen. Während der eigentlichen Produktion ist ihr Nutzen jedoch begrenzt, da Korrekturen oft aufwendig sind und schnell zu zusätzlichem Zeit- und Kostenaufwand führen. Kreative Aufgaben wie Dramaturgie, Emotion oder Feinschnitt bleiben weiterhin eine menschliche Stärke.
Auch im Bereich Social Media spielt Authentizität eine zentrale Rolle. Erfolgreiche Marken setzen bewusst auf persönliche Präsenz und echte Inhalte statt auf Perfektion. KI kann hier zwar strategisch unterstützen, ersetzt jedoch nicht die individuelle Markenpersönlichkeit und den direkten Bezug zur Community.
Das Fazit der Diskussion: KI ist ein nützliches Werkzeug innerhalb bestehender Workflows, aber kein Ersatz für kreative Köpfe oder durchdachte Strategien.
APA/Red.