KI-Boom treibt globalen Warenhandel
Trotz hoher US-Zölle wächst der internationale Handel, vor allem dank Nachfrage nach KI-relevanten Gütern wie Halbleitern und Servern.
Der weltweite Warenhandel ist 2025 um mehr als sechs Prozent gewachsen, trotz der höchsten US-Zölle seit dem Zweiten Weltkrieg, wie eine Studie des McKinsey Global Institute zeigt. Ein zentraler Treiber ist der Boom im Bereich Künstliche Intelligenz (KI). Rund ein Drittel des Handelswachstums entfällt auf Exporte von Halbleitern, Servern und Netzwerktechnik, die für KI-Rechenzentren benötigt werden.
Die USA, die rund die Hälfte der neu errichteten Rechenzentrumskapazität weltweit aufbauten, verzeichneten bei KI-bezogenen Gütern einen Anstieg von etwa 66 Prozent oder 220 Milliarden US-Dollar.
China verändert seine Rolle im globalen Handel: Statt fertiger Konsumgüter exportiert das Land zunehmend Maschinen, Komponenten und Industrieausrüstung, wodurch es sich zur „Fabrik der Fabriken“ entwickelt.
Für die EU ergeben sich Herausforderungen: Deutschland importiert mittlerweile mehr Autos aus China, als es dorthin exportiert. Insgesamt konnte Europa nur einen kleinen Teil der umgelenkten US-Nachfrage abdecken, während asiatische Länder und Indien flexibler reagierten.
APA/Red.