Jimmy Lai erhält deutschen Pressefreiheitspreis
Der in Hongkong inhaftierte Verleger Jimmy Lai wurde in Berlin für seinen Einsatz für Pressefreiheit ausgezeichnet.
Der Hongkonger Medienunternehmer Jimmy Lai ist mit dem deutschen Pressefreiheitspreis geehrt worden. Die Auszeichnung wird vom Medienverband der freien Presse sowie dem Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger vergeben und ist mit 10.000 Euro dotiert.
Da Lai derzeit in Hongkong inhaftiert ist, nahm sein Sohn Sebastian Lai den Preis in Berlin entgegen. Er kritisierte das Verfahren gegen seinen Vater scharf und sprach von unfairen Bedingungen im Prozess.
Jimmy Lai gilt als eine der bekanntesten Stimmen der Demokratiebewegung in Hongkong. Der Verleger wurde unter anderem wegen Zusammenarbeit mit ausländischen Kräften und der Veröffentlichung regimekritischer Inhalte verurteilt. Ihm drohen insgesamt bis zu 20 Jahre Haft.
Schirmherrin der Preisverleihung war Julia Klöckner, Präsidentin des Deutschen Bundestags. Sie erklärte, die chinesische Botschaft habe ihre Teilnahme kritisiert, betonte jedoch das Recht auf freie Meinungsäußerung in Deutschland.
Ebenfalls ausgezeichnet wurden die Journalistin Cathrin Kahlweit für ihre Berichterstattung über Osteuropa sowie der Krisenreporter Jan Jessen. Beide hoben in ihren Reden die Bedeutung unabhängiger Berichterstattung und den Einsatz von Journalisten in Krisengebieten hervor.
APA/Red.
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