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Handy-Videos aus der Lockdownzeit als Kinofilm

Das Filmkunstprojekt #EchtzeitExperiment zeigt am 22. August ab 20 Uhr im Museumsquartier und am 25. August im Gartenbaukino die Folgen der Pandemie.
© Alexander Eugen Koller

Die Eröffnung des #EchtzeitExperiments findet am 22. August ab 20 Uhr im Wiener Museumsquartier Wien im Rahmen des Frameout Open Air Kino statt

1.500 Handy-Videos aus der Lockdownzeit in Österreich sind von sieben KĂŒnstlerinnen zu einem Kinofilm verarbeitet worden. Die “Corona-Rolle” soll als 90-minĂŒtiger Film am 25. August (19 und 22.30 Uhr) die Saison im Gartenbaukino eröffnen. Durch den Abend fĂŒhrt der Kabarettist Hosea Ratschiller. Daneben gibt es aber auch eine Installation ohne Ton fĂŒr den öffentlichen Raum.

Die “Corona-Rolle” ist Teil des Filmkunstprojekts #EchtzeitExperiment, das “die Folgen der Pandemie in Bildern und Tönen” festhalten möchte. “Wir möchten einen Raum schaffen, in dem wir die Bilder aus der QuarantĂ€ne, dem Beginn der Pandemie, gemeinsam anschauen. Die Zeit des Lockdowns kann nur kollektiv aufgearbeitet werden”, wird Martina Theininger, Herstellungsleiterin des #EchtzeitExperiments, am Donnerstag in einer Aussendung zitiert. “Ich habe beim Sichten der Videos gleichzeitig gelacht und geweint”, meint Regisseurin Elisabeth Scharang. “Die Corona-Rolle bringt nicht nur ein LebensgefĂŒhl auf den Punkt, sie steht auch fĂŒr die Notwendigkeit, in Zeiten wie diesen, wendig zu sein: Wenn es die UmstĂ€nde erfordern, bringen wir auch Handyvideos auf die große Leinwand.”

Frameout Open Air Kino

Die Eröffnung des #EchtzeitExperiments findet am 22. August ab 20 Uhr im Wiener Museumsquartier Wien im Rahmen des Frameout Open Air Kino statt. Dabei tritt Bernhard Fleischmann mit dem in der QuarantĂ€ne gegrĂŒndeten “Nachbarschafts-Chor” auf, Leni Plöchl und Shureen Shab-Par lesen und performen ChatverlĂ€ufe aus der Coronazeit. Auch zwei Filme von Elisabeth Scharang und William Edouard Franck, die fĂŒr das #EchtzeitExperiment in den vergangenen zwei Monaten entstanden sind, werden gezeigt: Oral History in “Letter to a friend” und der Sound des Lockdowns in “Ebene 0 – Wenn Menschen verstummen, sprechen die Maschinen”. Die stumme Corona-Rolle soll ab 22 Uhr als Installation auf das Leopold Museum und bis 29. August auch auf weiteren HauswĂ€nden in der Stadt projiziert werden.

 

APA/red

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