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Google wehrt sich gegen 4,3 Mrd. Euro Strafe

Google ficht das Urteil im Fall rund um die illegalen Machenschaften mit dem Handy-Betriebssystem Android an und verweist auf den Konkurrenten Apple.
©unsplash

Google betreibt das Betriebssystem Android seit 2008 und ist damit MarktfĂŒhrer auf vielen unterschiedlichen GerĂ€ten.

Der Technikkonzern Google wurde vor drei Jahren von der europÀischen Union mit einer Rekordstrafe belegt: 4,3 Euro sollte die Alphabet-Tochter zahlen. Der Grund: illegale Praktiken beim Handy-Betriebssystem Android. Unter anderem soll Google seit 2011 Smartphone-Hersteller und die Mobilfunknetz-Branche dazu genötigt haben, bestimmte Google Apps auf ihren GerÀten vorzuinstallieren. Nun will das Unternehmen gegen dieses Urteil vorgehen und zieht Apple mit in den Ring.

„Die Kommission hat die Augen vor der wahren wettbewerbsrechtlichen Dynamik in dieser Industrie verschlossen – der zwischen Apple und Android“, erlĂ€utert Matthew Pickford, der Anwalt von Google, vor dem EU-Gericht in Luxemburg zum gestrigen Start der fĂŒnftĂ€gigen Anhörung. Laut ihm hĂ€tten die KartellwĂ€chter die Marktbedeutung von Google ĂŒberschĂ€tzt, der Fokus auf Apple und dessen iOS-Betriebssystem sei viel zu gering. Android sei im Gegensatz zur Konkurrenz ein Paradebeispiel fĂŒr einen funktionierenden Wettbewerb.

VorwĂŒrfe gegen Apple abgewiesen

Dem Kommissionsanwalt Nicholas Khan zufolge komme Apple bei weitem nicht so eine große Macht im Smartphone-Markt zu wie Google, denn aktuell sind weltweit auf ungefĂ€hr vier von fĂŒnf Handys Android-Betriebssysteme installiert. Außerdem erlĂ€utert er, dass Google mit seinen illegalen AktivitĂ€ten beabsichtigt habe, Mitbewerber auszuschließen. Ein Urteilsspruch im laufenden Verfahren könnte bereits im nĂ€chsten Jahr kommen, bis dahin bleibt nur abzuwarten, ob Google der Begleichung dieser Rekordsumme tatsĂ€chlich nachkommen muss.

APA/Red.

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