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EU-Parlament vereinfacht KI-Regeln

Neues KI-Paket soll Innovationen fördern und zugleich den Schutz vor Missbrauch stärken – Deepfake-Nacktbilder werden verboten.

17.06.2026 9:37
red04
© Adobe

Das Europäische Parlament hat ein neues Maßnahmenpaket zur Künstlichen Intelligenz (KI) beschlossen, das bestehende EU-Regeln vereinfacht, anpasst und teilweise zeitlich verschiebt. Ziel des sogenannten „KI-Omnibus“ ist es, Innovationen zu erleichtern und die Anwendung von KI in Europa attraktiver zu machen. Gleichzeitig werden neue Schutzmaßnahmen eingeführt, darunter ein Verbot von Deepfake-Nacktbildern.

Die ÖVP-Europaabgeordneten Sophia Kircher und Lukas Mandl begrüßen die beschlossenen Änderungen. Aus ihrer Sicht schafft das Paket bessere Rahmenbedingungen für Unternehmen und stärkt die Wettbewerbsfähigkeit Europas im internationalen KI-Wettlauf.

Kircher betont, dass Regulierung dort eingreifen müsse, wo Schutz notwendig sei, Innovationen jedoch nicht behindern dürften. Besonders im Verkehrsbereich sei es wichtig, technologische Entwicklungen zu fördern, damit Europa im globalen Wettbewerb nicht ins Hintertreffen gerät. Das Verbot von Deepfake-Nacktbildern bezeichnet sie als wichtigen Schritt zum Schutz der Privatsphäre und der Menschenwürde.

Mandl verweist auf den zunehmenden internationalen Wettbewerb im KI-Sektor und sieht Europa gefordert, die Chancen neuer Technologien stärker zu nutzen. Der bisherige AI Act habe wichtige Grenzen gesetzt, müsse jedoch durch innovationsfreundlichere Regelungen ergänzt werden. Das nun beschlossene Verbot KI-generierter Nackt- und entwürdigender Darstellungen realer Personen sei ein klares Signal gegen Missbrauch und digitale Verletzungen persönlicher Rechte.

Mit dem KI-Omnibus verfolgt die EU das Ziel, technologische Innovationen zu erleichtern und gleichzeitig klare Grenzen zum Schutz der Bürgerinnen und Bürger zu ziehen.

APA/Red.

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