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Deutsche Welle ehrt Corona-Berichterstatter

Staaten konnten die Pandemie zur Einengung der Pressefreiheit nutzen, so die Kritik.
© Pixabay

Gerade jetzt ist Pressefreiheit gefordert

Die Deutsche Welle widmet ihren diesjĂ€hrigen Freiheitspreis weltweit allen Journalisten, die wegen ihrer Berichterstattung ĂŒber die Coronavirus-Pandemie unter Repressionen leiden. Intendant Peter Limbourg sagte der Deutschen Presse-Agentur: “Wir haben eine Situation, in der durch diese Pandemie nicht nur die Gesundheit von Menschen bedroht ist, sondern auch die Freiheitsrechte und damit die Pressefreiheit in hohem Maße durch EinschrĂ€nkungen bedroht sind.”

Diese EinschrĂ€nkungen wolle er zwar nicht grundsĂ€tzlich verurteilen, weil es dem Gesundheitsschutz diene. Zugleich mĂŒssten alle Maßnahmen von Regierungen unter ein kritisches Auge von Journalisten gestellt werden. Die Coronakrise werde “in vielen Staaten – angefangen in China – auch genutzt, um die Pressefreiheit und andere Freiheitsrechte zu unterdrĂŒcken”. Daher wolle man mit dem Preis darauf aufmerksam machen, betonte Limbourg.

Den Freiheitspreis Freedom of Speech Award vergibt die öffentlich-rechtlich organisierte Deutsche Welle, die ihre Angebote in zahlreichen Sprachen veröffentlicht, seit 2015. Damit werden Personen oder Initiativen fĂŒr ihre herausragende Förderung der Menschenrechte und der Meinungsfreiheit ausgezeichnet. Zum Sonntag (3.5.) erinnerten weltweit viele Initiativen, VerbĂ€nde und Organisationen an den internationalen Tag der Pressefreiheit.

Auf die Frage, wie sich die Situation fĂŒr die Mitarbeiter der Deutschen Welle weltweit derzeit darstelle, sagte Limbourg als Beispiele: “In Ghana wurde ein Journalist, der fĂŒr die Deutsche Welle berichtet hat, durch eine Sicherheitskraft verprĂŒgelt.” Er erwĂ€hnte auch einen Fall aus Uganda, wo ein Moderator fĂŒr 24 Stunden in ein GefĂ€ngnis gekommen sei.

“Wir wollen da ein deutliches Zeichen setzen, dass trotz der Verantwortung, die Journalisten haben, und trotz dieses Virus wir auf die Pressefreiheit beharren mĂŒssen, denn die ist auch ein Mittel, um Leben zu retten. Denn wenn Regierungen alles falsch machen, dann muss auch die Presse in der Lage sein, das zu beleuchten und BĂŒrger zu informieren”, betonte Limbourg.

APA/red

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