Cyberkriminalität wächst stark
Laut Munich Re könnten die globalen Schäden durch Cyberangriffe bis 2028 drastisch ansteigen.
Die weltweite Cyberkriminalität nimmt weiter zu und verursacht immer größere wirtschaftliche Schäden. Der Rückversicherer Munich Re schätzt, dass diese bis 2028 ein Ausmaß von rund 14 Billionen US-Dollar erreichen könnten. Das läge über der kombinierten Wirtschaftsleistung mehrerer großer Industrienationen. Zunehmend häufige und komplexe Angriffe stellen laut Analyse eine wachsende Belastung für Wirtschaft und Gesellschaft dar.
Besonders stark wächst der Bereich Ransomware, bei dem Systeme verschlüsselt und Lösegeld gefordert wird. Die Zahl der bekannt gewordenen Angriffe ist zuletzt deutlich gestiegen und setzt sich auch aktuell fort.
Cyberkriminalität entwickelt sich dabei immer mehr zu einem organisierten Geschäftsmodell. Angreifer nutzen Abo-Modelle und bieten Dienstleistungen rund um Schadsoftware an – von Geldwäsche bis hin zu „Support“ für Opfer. Nach der Zerschlagung großer Gruppen sind vermehrt kleinere, schwer nachvollziehbare Netzwerke entstanden.
Zudem kommen verstärkt neue Technologien zum Einsatz, etwa Deepfakes, Stimmenklone und künstlich erzeugte Identitäten. Diese erschweren die Abwehr zusätzlich. Betroffen sind nahezu alle Branchen, besonders jedoch staatliche Einrichtungen sowie Unternehmen aus Industrie und Technologie.
APA/Red.