Cyberangriffe nehmen weiter zu

Cyberattacken auf Unternehmen steigen, KI wird zunehmend von Angreifern genutzt – gleichzeitig wächst die Skepsis gegenüber KI-Abwehrmaßnahmen.

19.05.2026 12:12
red04
© Adobe

Cyberangriffe auf Unternehmen haben in den vergangenen zwölf Monaten weiter zugenommen und werden immer häufiger durch Künstliche Intelligenz unterstützt. Das geht aus einer aktuellen Studie der KPMG hervor, für die rund 1.400 Unternehmen befragt wurden.

Demnach berichtet fast die Hälfte der Firmen, dass bei Angriffen bereits verstärkt KI zum Einsatz kommt. Gleichzeitig haben 28 Prozent der Unternehmen begonnen, KI auch für die eigene Cybersicherheit zu prüfen oder einzusetzen.

Trotz dieser Entwicklung steht die Technologie intern noch unter Vorbehalt: Nur rund ein Drittel der Befragten glaubt, dass KI die Cybersicherheit tatsächlich verbessert. Viele sehen derzeit noch Vorteile auf Seiten der Angreifer.

Zu den häufigsten Angriffsmethoden zählen Malware über E-Mail-Anhänge, Phishing-Angriffe, das Ausnutzen von Software- und Hardware-Schwachstellen sowie CEO-Fraud und betrügerische Anrufe. Besonders auffällig ist laut Studie, dass sich Angriffe durch KI schneller weiterentwickeln und schwerer erkennbar werden.

Ein zentrales Risiko bleibt zudem die Lieferkette. Mehr als jedes fünfte Unternehmen war bereits indirekt von Angriffen auf Dienstleister oder Zulieferer betroffen – ein deutlicher Anstieg im Vergleich zum Vorjahr.

Andreas Tomek betont in diesem Zusammenhang, dass nicht einzelne Lieferanten das Hauptproblem seien, sondern die zunehmende Vernetzung selbst, die sowohl Stärke als auch Schwachstelle der Wirtschaft darstelle.

Viele Unternehmen fordern daher stärkere Investitionen in Cybersicherheit, um mit der wachsenden Geschwindigkeit und Professionalität der Angriffe Schritt halten zu können.

APA/Red.

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