Paramounts Warner-Deal gerät ins Stocken
Paramount wartet auf eine Gerichtsentscheidung, bevor der geplante Kauf von Warner Bros. und die milliardenschwere Übernahme fortgesetzt werden können.
Der US-Unterhaltungskonzern Paramount hat die geplante Übernahme von Warner Bros. vorläufig gestoppt. Grund ist eine Wettbewerbsklage von zwölf US-Bundesstaaten gegen den Zusammenschluss. Nach Angaben aus am Freitag veröffentlichten Gerichtsunterlagen soll die Transaktion erst nach einer Entscheidung über die Klage oder spätestens zum 1. Juni 2027 weitergeführt werden. Die Reaktionen der beteiligten Unternehmen auf die Entscheidung fielen im nachbörslichen Handel verhalten aus.
Gericht prüft Vorwürfe der Bundesstaaten
Zuvor hatte eine Richterin die Fusion zunächst bis Mitte August ausgesetzt. In dieser Zeit soll geprüft werden, ob dem Antrag der Bundesstaaten auf eine einstweilige Verfügung gegen den Vollzug der Übernahme stattgegeben wird. Die Richterin machte deutlich, dass sie die wettbewerbsrechtlichen Bedenken der klagenden Bundesstaaten, darunter Kalifornien, ernst nimmt. Nach ihrer Einschätzung konnten die Bundesstaaten zumindest darlegen, dass Paramount und Warner Bros. nach einem Zusammenschluss gemeinsam über einen bedeutenden Anteil am relevanten Markt verfügen würden.
Sorge um Wettbewerb in der Filmbranche
Die Bundesstaaten sehen durch die Übernahme mögliche Nachteile für den Wettbewerb. Sie argumentieren, dass ein Zusammenschluss der beiden Unternehmen insbesondere den Markt für erfolgreiche Kinofilme beeinflussen und dadurch auch die Kinos unter Druck setzen könnte. Die US-Regierung hatte das Geschäft zuvor ohne Auflagen genehmigt. Das Justizministerium kam zu dem Ergebnis, dass die Übernahme weder den Wettbewerb noch die Verbraucher im Bereich Fernsehen, Streaming oder Filmproduktion beeinträchtigen würde. Auch die Europäische Kommission stimmte der Übernahme zu, allerdings unter bestimmten Auflagen.
(APA/red)