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Chinesische Cyber-Spionage gegen kritische US-Infrastruktur

Geheimdienste und Microsoft berichten von breitem Spektrum
©unsplash

Eine chinesische Hackergruppe hat nach Angaben des Technologieriesen Microsoft und westlicher Geheimdienste kritische US-Infrastrukturen im Visier. Von der Telekommunikation bis hin zu Verkehrsknotenpunkten sei ein breites Spektrum ausspioniert worden, teilten die Nachrichtendienste und das Unternehmen am Mittwoch (Ortszeit) mit. Es war nicht sofort klar, wie viele US-Organisationen betroffen waren.

Auch die US-Pazifikinsel Guam, auf der sich strategisch wichtige US-MilitĂ€rbasen befinden, sei Ziel der staatlich unterstĂŒtzen Gruppe namens “Volt Typhoon”, erklĂ€rte Microsoft. Die Abwehr eines Angriffs auf Guam könne eine Herausforderung darstellen. Nach Ansicht von Analysten handelt es sich um eine der grĂ¶ĂŸten bekannten chinesischen Cyber-Spionagekampagnen gegen kritische US-Infrastrukturen. Die chinesische Botschaft in Washington reagierte nicht sofort auf eine Anfrage von Reuters zur Stellungnahme.

Vor dem Hintergrund der geopolitischen Spannung in der Pazifikregion könnten die Hacker bei kĂŒnftigen Krisen die kritische Kommunikationsinfrastruktur zwischen den USA und ihren asiatischen Partnern stören, erklĂ€rten Microsoft-Analysten. “Das bedeutet, dass sie sich auf diese Möglichkeit vorbereiten”, fĂŒgte John Hultquist hinzu, Leiter der Bedrohungsanalyse bei Googles Mandiant Intelligence. Die chinesischen AktivitĂ€ten seien einzigartig und beunruhigend, auch weil die Analysten noch nicht genĂŒgend Einblick in die FĂ€higkeiten dieser Gruppe hĂ€tten. Die Nationale Sicherheitsbehörde der USA (NSA) erklĂ€rte, dass sie mit Partnern wie Kanada, Neuseeland, Australien und Großbritannien sowie dem FBI zusammenarbeite, um SicherheitslĂŒcken zu identifizieren.

APA/Red.

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