Beyond Gravity erweitert Standort in Niederösterreich

Der Raumfahrtzulieferer investiert 4,5 Millionen Euro in den Ausbau seines Werks in Berndorf und schafft bis 2029 rund 50 neue Arbeitsplätze.

19.06.2026 10:30
red04
© Adobe

Der Raumfahrtzulieferer Beyond Gravity Austria baut seine Produktionskapazitäten in Niederösterreich deutlich aus. Am Standort Berndorf im Bezirk Baden wird die bestehende Produktionsfläche durch die Anmietung einer benachbarten Halle auf insgesamt rund 5.000 Quadratmeter erweitert. Das Unternehmen investiert dafür rund 4,5 Millionen Euro in zusätzliche Infrastruktur und moderne Fertigungsanlagen.

Mit dem Ausbau reagiert Beyond Gravity auf die steigende Nachfrage nach Raumfahrttechnologie, insbesondere aus Europa und den USA. Neben Thermalisolationssystemen für Satelliten und Trägerraketen sollen künftig auch hochpräzise Weltraummechanismen in Berndorf produziert werden.

Ein zentrales Element des Projekts ist der Bau des größten Weltraum-Reinraums Österreichs. Dort sollen künftig Serienproduktionen für internationale Raumfahrtprojekte erfolgen, darunter Komponenten für elektrische Antriebssysteme von Telekommunikationssatelliten. Die Fertigstellung des erweiterten Standorts ist für das Frühjahr 2027 vorgesehen.

Mit der Expansion geht auch ein deutlicher Personalaufbau einher. Die Zahl der Beschäftigten in Berndorf soll von derzeit rund 30 auf etwa 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter steigen. Insgesamt werden in den kommenden drei Jahren rund 50 neue Arbeitsplätze geschaffen.

Die Entwicklungs- und Konstruktionsarbeit bleibt weiterhin am Hauptstandort in Wien angesiedelt. Dort werden auch künftig thermische und mechanische Raumfahrtkomponenten entwickelt sowie kleinere Fertigungsserien produziert.

Beyond Gravity Austria zählt mit rund 250 Beschäftigten und einem Jahresumsatz von etwa 57 Millionen Euro zu den führenden Unternehmen der österreichischen Raumfahrtindustrie. Das Unternehmen ist Teil der international tätigen Beyond-Gravity-Gruppe mit Hauptsitz in Zürich und Standorten in mehreren europäischen Ländern sowie den USA.

APA/Red.

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