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ARD und ZDF planen Einstellung

Die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten wollen ihre Programme bündeln und mehrere Sender bis Ende 2026 abschalten.

05.03.2026 12:11
red04
© Adobe

Die deutschen öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten ARD und ZDF planen eine Neuausrichtung ihres Fernsehangebots. In diesem Zuge sollen die Sender ARD alpha, Tagesschau24 und ONE zum 31. Dezember 2026 eingestellt werden. Hintergrund ist der neue Medienstaatsvertrag, der eine stärkere Bündelung der Programme sowie eine intensivere Zusammenarbeit der Anstalten vorsieht.

Ab Januar 2027 sollen stattdessen drei gemeinsame Programme betrieben werden. Geplant ist eine stärkere Ausrichtung auf digitale Inhalte und jüngere Zielgruppen. Die Zusammenarbeit soll sich künftig auf die Kanäle Phoenix als Informationsangebot, ZDFneo für junge Erwachsene sowie einen gemeinsamen Dokumentationskanal konzentrieren.

Vertreter der Sender betonen, dass sich die Strategie an den veränderten Mediennutzungsgewohnheiten orientiert. Digitale Angebote gewinnen zunehmend an Bedeutung, während lineare Fernsehprogramme an Reichweite verlieren. Bereits bestehende Kooperationen wie Arte oder 3sat gelten dabei als Beispiele für erfolgreiche Zusammenarbeit.

Die genaue Ausgestaltung der neuen Programme soll in den kommenden Monaten von Arbeitsgruppen erarbeitet werden. Ein Probebetrieb ist vor dem geplanten Start Anfang 2027 vorgesehen. Innerhalb der ARD steht die Umsetzung noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der zuständigen Gremien.

Die Gewerkschaft ver.di forderte in diesem Zusammenhang, den Fokus stärker auf Angebote für junge Zielgruppen zu legen. Attraktive Informations-, Kultur- und Unterhaltungsformate seien entscheidend, um junge Menschen langfristig für öffentlich-rechtliche Medien zu gewinnen.

APA/Red.

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