Abo-Offensive bei „andererseits“ gestartet
Mit einer neuen Kampagne strebt „andererseits“ eine Verdopplung der Abos zur Absicherung des Projekts an.
Für das inklusive Medium „andererseits“ sind die kommenden Wochen von zentraler Bedeutung. Wie das Unternehmen am heutigen Montag zum Auftakt einer neuen Abo-Kampagne mitteilte, hängt die nachhaltige Finanzierung des laufenden Betriebs maßgeblich davon ab, ob sich die Zahl der Mitglieder auf 7.000 erhöht. Nur unter dieser Voraussetzung könnten die derzeit zwölf Mitarbeiter langfristig abgesichert und fair entlohnt werden. Die Kampagne setzt unter anderem darauf, täglich ein Mitglied des Teams vorzustellen. Dieses besteht zur Hälfte aus Menschen mit Behinderung.
Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung
Co-Geschäftsführer Lukas Burnar verwies darauf, dass Menschen mit Behinderung am regulären Arbeitsmarkt häufig geringere Chancen hätten. Ziel des Projekts sei es daher von Beginn an gewesen, sichere und angemessen bezahlte Arbeitsplätze auch für diese Gruppe zu schaffen. Durch eine Förderung sei es gelungen, das Medium auszubauen und faire Löhne zu gewährleisten.
Journalismus mit inklusivem Anspruch
Seit der Gründung im Jahr 2020 hat „andererseits“ sein Angebot erweitert. Neben einer Website und Social-Media-Präsenzen erscheinen inzwischen auch gedruckte Magazine. Inhaltlich verfolgt das Medium den Anspruch, verständlichen Journalismus zu bieten, auf Missstände aufmerksam zu machen und zu einem besseren Verständnis von Behinderungen beizutragen. Nach eigenen Angaben fühlen sich viele Menschen mit Behinderung durch die Berichterstattung erstmals wahrgenommen und sehen sich stärker in gesellschaftliche und politische Debatten eingebunden.
Auszeichnungen für journalistische Arbeit
Für eine Dokumentation, die sich kritisch mit „Licht ins Dunkel“ auseinandersetzte, wurde „andererseits“ im Jahr 2023 mit dem Concordia-Preis in der Kategorie Menschenrechte ausgezeichnet. Geschäftsführerin Clara Porák erhielt 2024 den Walther-Rode-Preis. In der Begründung wurde hervorgehoben, dass sie für eine neue Generation von Medienschaffenden stehe, die kritischen Journalismus weiterentwickeln.
(APA/red)
