Paramount darf ausländische Beteiligungen ausweiten
Für die geplante Übernahme von Warner Bros Discovery durch Paramount Skydance dürfen künftig mehr ausländische Investoren Anteile halten.
Die US-Telekommunikationsaufsicht FCC hat den Weg für höhere ausländische Beteiligungen an Warner Bros Discovery im Zuge der geplanten Übernahme durch Paramount Skydance freigemacht. Die bisherige Obergrenze von 25 Prozent für ausländische Beteiligungen wurde aufgehoben. Einzelne ausländische Investoren dürfen künftig bis zu 20 Prozent der Anteile halten. Stimmberechtigte Aktien sind für sie allerdings ausgeschlossen. Auch bei inhaltlichen Entscheidungen sollen sie keinen Einfluss nehmen können. Der Zugang zu nicht öffentlichen Daten von US-Bürgern bleibt ebenfalls verwehrt.
Investoren aus dem Nahen Osten
Nach dem Abschluss der rund 110 Milliarden Dollar schweren Transaktion sollen Investoren aus dem Nahen Osten laut FCC rund 85 Prozent der Anteile halten. Der saudische Staatsfonds PIF soll dabei auf 15,1 Prozent kommen. Die Stimmrechte sollen hingegen vollständig bei der Familie von Oracle-Mitgründer Larry Ellison und RedBird Capital Partners bleiben.
Fusion weiterhin offen
Die Entscheidung der FCC betrifft die Eigentümerstruktur, die Übernahme selbst ist damit aber noch nicht abgeschlossen. Zwölf US-Bundesstaaten haben gegen die Fusion geklagt. Bis zu einem für März angesetzten Prozess bleibt der Zusammenschluss daher vorläufig blockiert. Die geplante Übernahme hat auch in den USA eine Debatte über möglichen Einfluss ausländischer Regierungen auf die Medienlandschaft ausgelöst. Demokratische Senatoren hatten entsprechende Bedenken geäußert.
(APA/red)