Lederer lehnt höhere ORF-Abgabe ab
Der ORF-Stiftungsratsvorsitzende erwartet von der ORF-Führung und den Betriebsräten Vorschläge für Veränderungen bei der Personal- und Gehaltsstruktur.
ORF-Stiftungsratsvorsitzender Heinz Lederer spricht sich gegen eine Erhöhung der ORF-Haushaltsabgabe aus. Im Stiftungsrat gebe es derzeit keine Mehrheit für eine Anhebung, sagte Lederer dem Kurier. Auch er selbst sei dagegen. Lederer erwartet stattdessen von der ORF-Führung Veränderungen bei der Personal- und Gehaltsstruktur. Dabei stellt er insbesondere die Zahl der Führungspositionen infrage.
Kritik an Zahl der Führungskräfte
Im ORF gebe es aus seiner Sicht zu viele Hauptabteilungsleiter. Lederer verwies auf rund 30 entsprechende Positionen und stellte die Frage, warum diese Zahl notwendig sei. Auch bei den Chefredakteursstellen sieht er Einsparungspotenzial. Laut Kurier berücksichtigt diese Darstellung allerdings nicht, dass stellvertretende Chefredakteure jeweils auch eigene Hauptfunktionen ausüben.
Neue Gehaltsstruktur gefordert
Auch bei den Gehältern erwartet Lederer Änderungen. ORF-Generaldirektor Clemens Pig und Finanzchefin Silvia Lieb müssten gemeinsam mit den Betriebsräten entsprechende Anpassungen erarbeiten. Lederer befürwortet dabei ein Vergütungsmodell mit einem fixen Basiseinkommen, einer Funktionszulage und einer erfolgsabhängigen Komponente. Letztere könnte bis zu 30 Prozent des Gehalts ausmachen. Damit sollen aus seiner Sicht auch Fälle vermieden werden, in denen Führungskräfte aufgrund früherer Spitzenpositionen weiterhin besonders hohe Bezüge erhalten.
(APA/red)