Social Media wird für Nachrichten relevanter

Social Media gewinnt als Informationsquelle an Bedeutung, obwohl viele Nutzer dort auch wissentlich auf falsche Informationen stoßen.

28.08.2026 14:18
red04
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Auf Facebook und Instagram finden sich persönliche Beiträge ebenso wie Nachrichten und andere öffentliche Inhalte.

Social Media wird als Nachrichtenquelle offenbar immer wichtiger. Aus dem aktuellen deutschen Social-Media-Atlas geht hervor, dass 43 Prozent der Befragten Beiträgen in sozialen Netzwerken mehr vertrauen als Nachrichten klassischer Medien. Im vergangenen Jahr waren es noch 37 Prozent. Für die Untersuchung wurden rund 3.600 Internetnutzer ab 16 Jahren befragt. Dabei ging es unter anderem darum, welche sozialen Netzwerke sie nutzen und wie sie die dort verbreiteten Informationen einschätzen.

Empfehlungen von Freunden zählen

Besonders viel Vertrauen genießen Beiträge, die von Freunden oder Bekannten kommen. Rund zwei Drittel der Befragten vertrauen solchen Posts. Bei den 16- bis 29-Jährigen folgen 47 Prozent häufig Empfehlungen aus ihrem persönlichen Umfeld. In der Altersgruppe von 30 bis 45 Jahren sind es 46 Prozent. Wer eine Nachricht teilt, kann also fast genauso wichtig sein wie die Plattform, auf der sie erscheint.

WhatsApp am häufigsten genutzt

84 Prozent der Befragten nutzen soziale Netzwerke. An der Spitze steht WhatsApp mit 77 Prozent, gefolgt von YouTube mit 74 Prozent. Facebook nutzen 64 Prozent, Instagram 60 Prozent und TikTok 47 Prozent. Die Angebote haben allerdings unterschiedliche Schwerpunkte. WhatsApp wird vor allem für den privaten Austausch genutzt, während bei YouTube und TikTok Videos im Vordergrund stehen. Auf Facebook und Instagram finden sich dagegen persönliche Beiträge ebenso wie Nachrichten und andere öffentliche Inhalte.

Vertrauen trotz Zweifeln

Gleichzeitig begegnen den Nutzern immer wieder Informationen, die sie für falsch oder verändert halten. Bei Facebook gaben dies 57 Prozent der Befragten an. Bei TikTok waren es 51 Prozent, bei Instagram 45 Prozent. Das Vertrauen in Social Media wächst also, obwohl viele Nutzer dort auch auf zweifelhafte Inhalte stoßen. Besonders für jüngere Menschen sind die Plattformen längst Teil des normalen Medienalltags. Für Nachrichtenanbieter bedeutet das: Informationen werden zunehmend dort wahrgenommen, wo journalistische Beiträge direkt neben Videos, persönlichen Posts und anderen Inhalten stehen.

(red)

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