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US-Richterin stoppt Warner-Bros.-Übernahme

Die geplante Übernahme von Warner Bros. Discovery durch Paramount Skydance steht nach einer gerichtlichen Entscheidung in den USA vorerst still.

21.07.2026 12:14
red04
© Robyn Beck / AFP
Das Volumen der geplanten Transaktion wird mit rund 111 Milliarden US-Dollar angegeben, was etwa 97 Milliarden Euro entspricht.

Eine Bundesrichterin im US-Bundesstaat Kalifornien hat die geplante Übernahme von Warner Bros. Discovery (WBD) durch Paramount Skydance vorerst gestoppt. Die Richterin am Bundesgericht in Oakland nahe San Francisco teilte am gestrigen Montag laut einem Gerichtsdokument mit, dass sie den Fall zunächst ausführlich prüfen wolle. Damit kann der Zusammenschluss der beiden Medienunternehmen vorerst nicht wie geplant umgesetzt werden. Eine endgültige Entscheidung über die Klage steht noch aus.

Mehrere Bundesstaaten klagen

Die Klage gegen die Übernahme wurde von Kalifornien und elf weiteren US-Bundesstaaten eingereicht. Die Staaten argumentieren, dass die Fusion negative Folgen für Zuschauer haben könnte. Sie befürchten unter anderem höhere Preise, eine geringere Qualität des Angebots und eine Verringerung der verfügbaren Inhalte. Die Kläger berufen sich auf ein US-Bundesgesetz, das Zusammenschlüsse von Unternehmen untersagt, wenn diese den Wettbewerb deutlich einschränken könnten. Neben Kalifornien gehören Arizona, Colorado, Connecticut, Massachusetts, Minnesota, Nevada, New Jersey, New Mexico, New York, Oregon und Washington zu den klagenden Bundesstaaten.

US-Regierung hatte Übernahme genehmigt

Das US-Justizministerium hatte die Übernahme im Juni ohne zusätzliche Auflagen genehmigt. Nach Einschätzung der Behörde würde der Zusammenschluss voraussichtlich weder den Wettbewerb beeinträchtigen noch negative Auswirkungen auf amerikanische Verbraucher haben. Von der geplanten Übernahme ist auch der Nachrichtensender CNN betroffen. Paramount Skydance will die gesamte Warner-Bros.-Discovery-Gruppe einschließlich der Fernsehsender übernehmen.

Milliarden-Deal mit politischer Debatte

Das Volumen der geplanten Transaktion wird mit rund 111 Milliarden US-Dollar angegeben, was etwa 97 Milliarden Euro entspricht. Die Eigentümer von Paramount, darunter Vorstandschef David Ellison und sein Vater Larry Ellison vom Softwareunternehmen Oracle, gelten als Unterstützer von Präsident Donald Trump. Kritiker des Zusammenschlusses äußerten deshalb Bedenken hinsichtlich der redaktionellen Unabhängigkeit von CNN. Paramount und Warner Bros. hatten die Vereinbarung Ende Februar unterzeichnet, nachdem sich der Streaminganbieter Netflix aus dem Wettbewerb um die Übernahme zurückgezogen hatte. Ende April stimmten auch die Aktionäre dem Geschäft zu.

(APA/red)

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