EU verschärft Druck auf Meta
Die EU weitet Ermittlungen gegen Meta aus und prüft Vorwürfe, wonach Facebook und Instagram Jugendliche gezielt lange auf der Plattform halten.
Die Europäische Union verschärft laut einem Medienbericht ihre Untersuchungen gegen den Technologiekonzern Meta Platforms. Im Fokus stehen die Plattformen Facebook und Instagram, denen ein „suchtförderndes“ Design vorgeworfen wird, das insbesondere Jugendliche möglichst lange online halten soll.
Die EU hatte bereits 2024 ein Verfahren im Rahmen des Digital Services Act (DSA) eingeleitet. Dieser verpflichtet große Online-Plattformen dazu, gegen schädliche Inhalte vorzugehen und den Schutz von Minderjährigen zu verbessern. Im vergangenen Jahr warf die EU-Kommission Meta zudem vor, den Zugang für Kinder unter 13 Jahren nicht ausreichend zu verhindern.
Die Ermittlungen sollen nun ausgeweitet werden. Ein Zwischenbericht wird in Kürze erwartet. Parallel dazu plant die EU mit dem sogenannten Digital Fairness Act weitere Regeln, um manipulative Designmechanismen und potenziell „süchtig machende“ Funktionen stärker zu regulieren. Auch eine strengere Alterskontrolle nach internationalem Vorbild wird diskutiert.
Auch international wächst der regulatorische Druck. In den USA wurden in einem Verfahren gegen Meta und Google bereits Schadensersatzforderungen ausgesprochen, nachdem ein Gericht fahrlässiges Design ohne ausreichende Warnhinweise festgestellt hatte.
APA/Red.
