Cyberangriffe gelten als größte Sorge der Deutschen

Viele Menschen in Deutschland fürchten Cyberkriminalität stärker als Kriege oder Naturkatastrophen, erwarten beim Schutz jedoch vor allem staatliches Handeln.

24.06.2026 9:27
red04
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Cyberangriffe und KI-gestützte Betrugsversuche werden von den Deutschen als besonders große Risiken wahrgenommen. Das geht aus dem am Dienstag veröffentlichten „TechnikRadar 2026“ der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften hervor. Mehr als 80 Prozent der Befragten sehen Computerkriminalität als ernsthafte Bedrohung an – deutlich vor Naturkatastrophen oder kriegerischen Konflikten.

Trotz dieser hohen Risikowahrnehmung ist die Bereitschaft zu persönlichen Einschränkungen gering. Nur rund ein Sechstel der Befragten würde für mehr Cybersicherheit höhere Steuern oder Einschränkungen von Freiheitsrechten akzeptieren. Die Studienautoren sehen darin einen Wunsch nach mehr Sicherheit, ohne dafür größere persönliche Belastungen in Kauf nehmen zu wollen.

Auch bei der Verteilung zusätzlicher staatlicher Mittel genießt die Cyberabwehr keine Spitzenpriorität. Die Befragten würden den größten Anteil für den Schutz technischer Infrastruktur, die Bundeswehr und Sicherheitsbehörden vorsehen. Für Maßnahmen zur Cyberabwehr entfielen im Durchschnitt lediglich 16 Prozent der verfügbaren Mittel.

Bei der Vorsorge für Krisen und Notlagen setzen viele Menschen zudem auf staatliche Unterstützung. Mehr als die Hälfte der Befragten sieht den Staat in der Hauptverantwortung, während nur etwa ein Drittel der Haushalte selbst Vorsorgemaßnahmen wie das Anlegen von Vorräten trifft.

APA/Red.
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