CMA prüft Übernahme von Warner Bros Discovery

Die britische Wettbewerbsbehörde hat eine offizielle Prüfung der geplanten Fusion von Warner Bros Discovery und Paramount Skydance eingeleitet.

09.06.2026 14:50
red04
© Adobe Stock
Mit der Fusion wollen die Unternehmen ihre Position im zunehmend umkämpften Medien- und Unterhaltungsmarkt stärken.

Die britische Wettbewerbsbehörde Competition and Markets Authority (CMA) hat die geplante Übernahme von Warner Bros Discovery durch Paramount Skydance offiziell unter die Lupe genommen. Wie die Behörde am heutigen Dienstag mitteilte, beginnt nun die erste formelle Prüfungsphase, nachdem die vorangegangene Informationssammlung abgeschlossen wurde. Bis zum 7. August will die CMA entscheiden, ob der Zusammenschluss genehmigt werden kann oder ob eine vertiefte Untersuchung erforderlich ist.

Gelegenheit für Stellungnahme

Bereits zwischen dem 13. und 27. April konnten interessierte Parteien ihre Einschätzungen und mögliche Bedenken zu dem Vorhaben bei der Behörde einreichen. Paramount hatte sich zuvor in einem Bieterverfahren gegen Netflix durchgesetzt. Der geplante Zusammenschluss hat ein Volumen von rund 110 Milliarden US-Dollar (95 Milliarden Euro).

Reaktion auf Wettbewerb im Streaming-Markt

Mit der Fusion wollen die Unternehmen ihre Position im zunehmend umkämpften Medien- und Unterhaltungsmarkt stärken. Zu den betroffenen Unternehmen gehören unter anderem große Studios sowie Fernsehsender wie CNN und CBS. Ziel ist es, im Wettbewerb mit Streaming-Anbietern schlagkräftiger auftreten zu können. Die Transaktion wird jedoch nicht nur in Großbritannien, sondern auch in Nordamerika und Europa von den zuständigen Behörden geprüft.

Kritik aus der Branche

Das Vorhaben stößt in Teilen der Unterhaltungsbranche auf Skepsis. Autoren, Schauspieler, Filmemacher und Kinobetreiber haben Bedenken hinsichtlich möglicher Auswirkungen auf die Branche und die Verbraucher geäußert. Nach Angaben von Insidern bereiten zudem die US-Bundesstaaten Kalifornien und New York eine Klage vor, um den Zusammenschluss zu verhindern. Warner Bros und Paramount wollten sich auf Anfrage zunächst nicht zu den laufenden Verfahren und den geäußerten Bedenken äußern.

(APA/red)

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