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EU rügt Meta-Plattformen

Die EU-Kommission sieht Kinder auf Facebook und Instagram unzureichend geschützt und fordert strengere Alterskontrollen.

29.04.2026 12:16
red04
© Adobe

Die Europäische Kommission wirft den Plattformen Facebook und Instagram vor, Kinder nicht ausreichend vor Risiken zu schützen. Nach vorläufigen Ergebnissen der Ermittlungen erfüllen die Dienste nicht die Anforderungen an den Jugendschutz, insbesondere bei der Durchsetzung des Mindestalters von 13 Jahren.

Der Mutterkonzern Meta unter der Leitung von Mark Zuckerberg müsse sicherstellen, dass jüngere Kinder keinen Zugang erhalten. Laut Kommission würden entsprechende Konten nicht konsequent erkannt oder rasch entfernt. Sollte Meta die Vorgaben nicht umsetzen, drohen empfindliche Strafen.

Die Behörde sieht darin einen möglichen Verstoß gegen den Digital Services Act. Demnach sind große Online-Plattformen verpflichtet, Risiken für Minderjährige sorgfältig zu analysieren und geeignete Schutzmaßnahmen zu ergreifen. Nach Einschätzung der EU geschieht dies bislang nicht ausreichend, obwohl Studien auf eine besondere Anfälligkeit jüngerer Nutzer hinweisen.

Schätzungen zufolge nutzen in der EU etwa zehn bis zwölf Prozent der unter 13-Jährigen dennoch entsprechende Angebote. Die Vorgaben des Digital Services Act gelten auch für andere Plattformen wie TikTok, Snapchat und YouTube, die ebenfalls ein Mindestalter von 13 Jahren in ihren Nutzungsbedingungen festgelegt haben.

APA/Red.

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