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Airbus stärkt Cyberabwehr durch Zukauf von Quarkslab

Der Konzern erweitert seine Sicherheitskompetenzen im Bereich KI-gestützter Cybersicherheit

22.04.2026 12:25
red04
© Adobe

Der europäische Flugzeughersteller Airbus übernimmt den französischen Cybersicherheitsspezialisten Quarkslab und baut damit seine Aktivitäten in der Rüstungs- und Raumfahrtsparte weiter aus. Das Unternehmen will nach eigenen Angaben seine Position als „vertrauenswürdiger, unabhängiger Partner für französische Behörden“ stärken. Ein Kaufpreis wurde nicht genannt.

Quarkslab wurde 2011 gegründet und beschäftigt rund 100 Mitarbeitende in Paris und Rennes. Die Firma ist bereits seit mehreren Jahren als Technologiepartner von Airbus tätig. 2020 war zudem der französische Investor Tikehau eingestiegen. Geleitet wird das Unternehmen von Gründer und CEO Fred Raynal, der seine Karriere ursprünglich im Cyberbereich von Airbus begonnen hatte.

Im Zentrum der Technologie von Quarkslab steht der Schutz von Software und digitalen Systemen vor Cyberangriffen, insbesondere in sensiblen Branchen wie Luftfahrt und Verteidigung. Dabei spielt auch der Einsatz von Künstlicher Intelligenz zur Erkennung und Abwehr von Manipulationsversuchen eine zentrale Rolle.

Airbus-Rüstungschef François Lombard betonte, die Übernahme stärke die Fähigkeit, einen digitalen Schutzschild aufzubauen, um die Sicherheit europäischer Staaten und ihrer Verbündeten zu gewährleisten. Cyberangriffe würden zunehmend als Instrument moderner Kriegsführung eingesetzt.

Der Zukauf ist Teil einer breiteren Strategie: Bereits zuvor hatte Airbus die britische Firma Ultra Cyber übernommen, während die deutsche Infodas seit 2024 zum Konzern gehört.

APA/Red.
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