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Debatte um Liberalisierung des Online-Glücksspiels

Nicht lizenzierte Anbieter drängen auf Marktöffnung und neue Regeln.

17.03.2026 11:30
red04
© Adobe

In Österreich läuft derzeit eine politische Diskussion über ein neues Glücksspielgesetz. Neben den Casinos Austria positionieren sich auch Anbieter, die bislang ohne österreichische Lizenz tätig sind, aber Steuern zahlen. Während der Monopolist vor Risiken für den Spielerschutz warnt, sieht der Branchenverband Österreichische Vereinigung für Wetten und Glücksspiel (OVWG) gerade im bestehenden Monopol Probleme.

Laut OVWG nutzen rund 65 Prozent der Spieler nicht lizenzierte Angebote. Eine Marktöffnung könnte dazu führen, dass mehr Nutzer zu regulierten Plattformen wechseln. Generalsekretär Thomas Forstner plädiert daher für ein System, bei dem Lizenzen nach qualitativen Kriterien vergeben werden, statt ihre Anzahl zu begrenzen.

Als Beispiel wird Dänemark genannt, wo nach einer Liberalisierung deutlich mehr Spieler legale Angebote nutzen. Zudem argumentiert der Verband, dass dadurch sowohl der Spielerschutz verbessert als auch höhere Steuereinnahmen erzielt werden könnten.

Politisch gibt es unterschiedliche Positionen: Die SPÖ tendiert eher zur Beibehaltung des Monopols, während die NEOS eine Liberalisierung unterstützen. Auch innerhalb der ÖVP gibt es Offenheit für Änderungen.

Das Interesse internationaler Anbieter ist bereits groß. Unternehmen bereiten Markteintritte vor und suchen nach Partnern in Österreich. Gleichzeitig wird darauf hingewiesen, dass unregulierte Plattformen oft Risiken bergen, etwa bei Auszahlungen oder beim Schutz der Spieler.

Insgesamt zeigt die Debatte einen Zielkonflikt zwischen Marktöffnung, staatlicher Kontrolle und Spielerschutz, der im neuen Gesetz geklärt werden muss.

APA/Red.

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