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Meta öffnet WhatsApp vorübergehend

Die Öffnung des Messengerdienstes gilt zunächst für ein Jahr – allerdings nur gegen Gebühr.

06.03.2026 9:09
red04
© Adobe

Der US-Technologiekonzern Meta Platforms erlaubt künftig auch KI-Chatbots anderer Anbieter auf seinem Messengerdienst WhatsApp. Die Entscheidung erfolgt auf Druck der Europäische Kommission und ist zunächst auf zwölf Monate begrenzt. Konkurrenten müssen jedoch eine Gebühr bezahlen, um Zugang zur Plattform zu erhalten.

Mit diesem Schritt will Meta offenbar eine mögliche einstweilige Anordnung der europäischen Wettbewerbsbehörden vermeiden. Die EU-Kommission erklärte, sie werde beobachten, wie sich die Maßnahme auf die laufenden kartellrechtlichen Untersuchungen auswirkt.

Bereits zuvor hatten Behörden kritisiert, dass konkurrierende KI-Chatbots auf WhatsApp nicht zugelassen werden. Nach vorläufiger Einschätzung könnte dies den Wettbewerb einschränken. In Italien wurde der Dienst im Jänner auf Anordnung der nationalen Kartellbehörde bereits teilweise für Drittanbieter geöffnet. Auch in Brasilien musste Meta nach einem Gerichtsurteil anderen Unternehmen Zugang gewähren.

Das KI-Startup Interaction Company of California fordert dennoch weiterhin eine einstweilige Verfügung der EU. Firmenchef Marvin von Hagen kritisierte insbesondere die Gebühren für den Zugang zu WhatsApp als zu hoch und bezeichnete sie als „schikanös“. Seiner Ansicht nach werde eine wettbewerbswidrige Einschränkung lediglich durch eine andere ersetzt.

Das Unternehmen hat Beschwerde gegen Meta eingelegt und entwickelt mit Poke.com einen eigenen KI-Assistenten. Bisher können Nutzer auf WhatsApp vor allem die interne KI-Lösung Meta AI verwenden.

APA/Red.

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