Mehr KI-Dienste auf WhatsApp gefordert

Die EU-Kommission mahnt Eigentümer Meta dazu, auch die KI-Dienste von Wettbewerber zuzulassen.

09.02.2026 12:36
Redaktion
© Adobe

Der US-Tech-Riese Meta verstößt nach einer ersten Einschätzung der EU-Kommission gegen europäisches Wettbewerbsrecht. Diesmal geht es um Regeln im Bereich der künstlichen Intelligenz (KI) auf der Social Media Plattform WhatsApp. Meta müsse auf WhatsApp auch KI-Dienste von Konkurrenten zulassen, teilten die EU-Wettbewerbshüter am Montag mit.

Und gleichzeitig drohte man mit einstweiligen Maßnahmen zur Sicherung des fairen Wettbewerbs, sollte der US-Konzern sein Verhalten nicht ändern.

Hintergrund ist ein Regelwerk, das Meta am 15. Jänner umgesetzt hatte. Darin wird der hauseigene KI-Assistent Meta AI auf WhatsApp unterstützt, andere jedoch nicht.

Das Verhalten von Meta berge die Gefahr, dass Wettbewerberinnen daran gehindert werden, in den schnell wachsenden Markt für KI-Assistenten einzutreten oder dort zu expandieren.

Meta hatte demnach im Oktober angekündigt, dass es KI-Anbietern untersagen werde, eine Option in WhatsApp für die Kommunikation mit Kunden zu nutzen, wenn KI der primäre angebotene Dienst sei. Das führe laut EU-Kommission dazu, dass für Nutzerinnen und Nutzer nur Metas eigene KI (“Meta AI”) zur Verfügung stehe.

Meta weist Vorwürfe zurück

Meta wies die Vorwürfe zurück. “Es gibt keinen Grund für die EU, in die WhatsApp Business API einzugreifen”, teilte ein Sprecher des Konzerns per E-Mail mit. Die Kommission erklärte ihrerseits, sie wolle mit den Maßnahmen verhindern, dass dem Wettbewerb durch den Tech-Giganten Meta “schwerer und nicht wieder gut zu machender Schaden” zugefügt werde.

(APA/red)

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