USA und China richten KI-Hotline ein
USA und China setzen bei der KI auf mehr Austausch und wollen dafür einen eigenen Dialog über sogenannte Superintelligenz etablieren.
Die USA und China wollen einen direkten Kommunikationskanal für Zwischenfälle im Zusammenhang mit Künstlicher Intelligenz einrichten. Darüber hinaus vereinbarten beide Länder einen eigenen Dialog über sogenannte „Superintelligenz“. Dabei soll es um die Chancen und Risiken immer leistungsfähigerer KI-Systeme gehen. Die Einrichtung der KI-Hotline wurde sowohl vom Weißen Haus als auch vom chinesischen Staatsfernsehen bestätigt. Wie der Kommunikationskanal konkret ausgestaltet werden soll und welche Behörden daran beteiligt sein werden, ist bislang nicht bekannt.
Austausch über Chancen und Risiken
Mit dem neuen Dialog wollen Washington und Peking den Austausch über die weitere Entwicklung der Technologie verstärken. Beide Länder gelten als führende KI-Mächte und stehen zugleich im Wettbewerb um die technologische Vorherrschaft. Parallel dazu wächst die Diskussion über mögliche Risiken leistungsfähiger KI-Systeme. Auch UNO-Generalsekretär António Guterres hatte zuletzt zu einem engeren Austausch zwischen den USA und China aufgerufen. Dabei verwies er auf die Kommunikationskanäle zwischen Washington und Moskau während des Kalten Krieges, die als „Rotes Telefon“ bekannt wurden.
„Superintelligenz“ statt Künstlicher Intelligenz
In der Erklärung des Weißen Hauses wird der Begriff „Superintelligenz“ anstelle von Künstlicher Intelligenz verwendet. US-Präsident Donald Trump hatte den Ausdruck bereits bei der UNO-Generaldebatte favorisiert. Er begründete dies unter anderem damit, dass „Superintelligenz“ die Chancen der Technologie besser beschreibe. China erklärte, die Wortwahl Trumps zu respektieren. Das chinesische Außenministerium betonte zugleich, alle Beteiligten sollten im Bereich Künstlicher Intelligenz den Austausch verstärken und nach einem Konsens suchen.
(APA/red)