US-Bundesstaaten prüfen OpenAI

Mehrere US-Bundesstaaten untersuchen die Geschäftspraktiken von OpenAI – ausgerechnet in einer entscheidenden Phase vor dem geplanten Börsengang.

15.06.2026 9:43
red04
© Adobe

Mehrere US-Bundesstaaten haben eine umfassende Untersuchung gegen den KI-Anbieter OpenAI eingeleitet. Nach Informationen aus informierten Kreisen wurde dem Unternehmen eine Aufforderung zur Vorlage von Unterlagen zugestellt. Die Behörden wollen dabei verschiedene Geschäftsbereiche sowie mögliche Auswirkungen der Angebote auf Nutzer genauer prüfen.

Im Fokus stehen unter anderem Werbemaßnahmen, die Interaktion mit Nutzern, Strategien zur Kundenbindung sowie der Umgang mit Verbraucher- und Gesundheitsdaten. Darüber hinaus interessieren sich die Ermittler für mögliche Auswirkungen der KI-Angebote auf Minderjährige und ältere Menschen. Auch Informationen zu den eingesetzten KI-Modellen und internen Unternehmensrichtlinien werden angefordert.

OpenAI erklärte, die Anliegen der Behörden ernst zu nehmen und konstruktiv mit ihnen zusammenarbeiten zu wollen. Das Unternehmen betont, dass es sich für einen sicheren und verantwortungsvollen Einsatz Künstlicher Intelligenz einsetze.

Die Untersuchung erfolgt zu einem wichtigen Zeitpunkt: Erst kürzlich hatte OpenAI vertraulich Unterlagen für einen möglichen Börsengang in den USA eingereicht. Marktbeobachter halten einen Börsenstart bereits in den kommenden Monaten für möglich.

OpenAI wurde 2015 als gemeinnützige Forschungsorganisation gegründet und später um einen gewinnorientierten Unternehmensbereich erweitert. Nach internen Umstrukturierungen kündigte das Unternehmen zudem an, künftig als gemeinwohlorientierte Gesellschaft geführt zu werden. Frühere rechtliche Auseinandersetzungen mit Mitgründer Elon Musk gelten nach einer Gerichtsentscheidung inzwischen weitgehend als ausgeräumt.

APA/Red.

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