TikTok zahlt 400 Millionen Dollar im US-Streit

TikTok zahlt 400 Millionen Dollar und beendet damit die Ermittlungen der US-Behörden wegen des Umgangs mit Daten von Kindern.

24.08.2026 9:45
red04
© Adobe Stock
Die Vereinbarung zwischen TikTok und dem US-Justizministerium beinhaltet kein Schuldgeständnis der Plattform.

TikTok zahlt 400 Millionen Dollar, um Ermittlungen der US-Behörden wegen des Umgangs mit den Daten von Kindern beizulegen. Das US-Justizministerium teilte am Freitag mit, dass die Vereinbarung kein Schuldgeständnis beinhaltet. Bei der Einigung spielte demnach auch eine Rolle, dass sich das US-Geschäft des Kurzvideodienstes inzwischen verändert hat und die Datenschutzpraxis überarbeitet wurde.

Konten ohne Zustimmung der Eltern

Das Justizministerium hatte bereits 2024 Klage gegen TikTok eingereicht. Damals war Joe Biden Präsident der USA Die Behörde warf der Plattform vor, Kindern unter 13 Jahren die Einrichtung von Konten ermöglicht zu haben, ohne dass die Zustimmung der Eltern vorlag. Nach Ansicht des Ministeriums verstieß TikTok damit gegen die gesetzlichen Vorschriften zum Schutz von Kindern und ihren Daten. Für US-Onlineplattformen gilt grundsätzlich ein Mindestalter von 13 Jahren. Dennoch registrieren sich immer wieder jüngere Kinder, indem sie bei der Anmeldung ein falsches Geburtsdatum angeben. Kritiker sehen die Anbieter in der Pflicht, solche Fälle konsequenter zu verhindern.

Neue Eigentümer für das US-Geschäft

Auch die Zukunft von TikTok in den USA hat sich inzwischen verändert. Präsident Donald Trump setzte durch, dass das US-Geschäft Anfang 2026 mehrheitlich an ein neues Unternehmen mit amerikanischen Investoren überging. Damit endete eine rund einjährige Hängepartie um den Verbleib der Plattform auf dem US-Markt. Hintergrund war ein US-Gesetz, das ByteDance zur Trennung vom US-Geschäft verpflichtete. Der chinesische TikTok-Eigentümer musste sich zumindest von diesem Teil des Unternehmens trennen, damit die App in den USA weiter betrieben werden konnte. Außerhalb der USA liegt TikTok weiterhin unter der Kontrolle von ByteDance.

(APA/red)

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