Spotify legt trotz schwächerer Werbeerlöse zu
Spotify hat im vierten Quartal dank steigender Nutzerzahlen und sinkender Kosten deutlich bessere Ergebnisse erzielt als im Vorjahr.
Der Musikstreamingdienst Spotify hat im vierten Quartal des vergangenen Jahres spürbar bessere Geschäftszahlen vorgelegt als im Vorjahreszeitraum. Wie das Unternehmen am heutigen Dienstag am schwedischen Standort Göteborg mitteilte, stieg der Umsatz im Jahresvergleich um sieben Prozent auf 4,5 Milliarden Euro. Der operative Gewinn erhöhte sich um nahezu 50 Prozent auf 701 Millionen Euro.
Positive Erwartungen für das erste Quartal
Auch bei der Nutzerentwicklung verzeichnete Spotify Zuwächse. Die Zahl der monatlich aktiven Nutzer nahm um elf Prozent auf 751 Millionen zu und lag damit über den Erwartungen von Analysten. Für das laufende erste Quartal rechnet Spotify mit einem weiteren Anstieg der monatlich aktiven Nutzer auf 759 Millionen. Zudem stellte das Unternehmen einen operativen Gewinn von 660 Millionen Euro in Aussicht. Diese Prognosen sorgten an den Finanzmärkten für positive Reaktionen: Die in New York gehandelte Spotify-Aktie legte im vorbörslichen Handel um 17 Prozent zu.
Abonnementgeschäft als Wachstumstreiber
Während die Werbeerlöse aus den kostenlosen Nutzerkonten im vierten Quartal um vier Prozent gegenüber dem Vorjahr zurückgingen, wuchs das deutlich größere Abonnementgeschäft um acht Prozent. Gleichzeitig sanken die Betriebskosten um zehn Prozent. Als Ursache nannte Spotify niedrigere Sozialabgaben, die auf den gesunkenen Aktienkurs der Mitarbeitervergütungen zurückzuführen seien. Unter dem Strich erzielte Spotify einen Gewinn von knapp 1,2 Milliarden Euro. Damit verdiente das Unternehmen mehr als dreimal so viel wie im entsprechenden Vorjahresquartal. Neben dem gestiegenen operativen Ergebnis trug auch ein verbessertes Finanzergebnis zu diesem Anstieg bei.
(APA/red)