Olympia-Marathon im Sportprogramm
Auf fast allen ORF-Kanälen dreht sich zwei Wochen lang alles um olympisches Gold, Silber und Bronze.
Am Freitag, dem 6. Februar, um 19.50 Uhr starten die XXV. Olympischen Winterspiele im legendären San-Siro-Stadion in Mailand. Und das ist erst der Beginn. Mit rund 250 Stunden Live-Berichterstattung täglich in ORF 1 und ebenso vielen in SPORT + können sich die Wintersportfans auf rund 500 Stunden Olympia freuen.
Programmpunkte:
Was wären Olympische Spiele ohne Eröffnungszeremonie? Gleich zu Beginn sorgt das Gastgeberland mit einer opulenten Show für Gänsehaut, große Bilder und das erste Kräftemessen der Emotionen. Der Einzug der Nationen, das olympische Feuer und die musikalischen Inszenierungen stimmen perfekt auf zwei Wochen Ausnahmezustand ein und setzen den Ton für alles, was noch kommt. Wer Sport auch als großes Gesamtkunstwerk liebt, sollte diesen Auftakt keinesfalls verpassen.
Sportlich rücken danach rasch jene Bewerbe in den Fokus, in denen Tradition, Tempo und Dramatik zusammentreffen. Die alpinen Ski-Rennen liefern wie gewohnt Hundertstelsekunden-Entscheidungen und Nervenkitzel bis zum letzten Tor, während Biathlon mit seiner Mischung aus Ausdauer und Präzision für überraschende Wendungen sorgt. Auf dem Eis begeistern Eiskunstlauf und Eisschnelllauf, und beim Skispringen waren unsere leichtgewichtig Burschen immer schon gut für Gold, Silber oder Bronze in einem Bewerb.
Fixpunkte im Kalender sind vor allem die alpinen Speedbewerbe, die gleich in der ersten Olympia-Woche für hohe Einschaltquoten sorgen. Die Abfahrt der Herren gilt traditionell als eines der Prestige-Highlights, dicht gefolgt vom Super-G und der Kombination, die fahrerisches Können und taktisches Gespür verlangt. Auch bei den Damen versprechen Abfahrt und Super-G große Spannung, zumal die Strecke in Italien als anspruchsvoll und mutig gilt. Ergänzt wird das Programm durch Riesentorlauf und Slalom in der zweiten Woche, wenn die Medaillenjagd noch einmal Fahrt aufnimmt.
Die XXV. Olympischen Winterspiele finden vom 4. bis 22. Februar 2026 in Norditalien statt. Unter dem Motto „IT’s Your Vibe“ werden die Wettkämpfe auf mehrere Regionen wie Mailand, Cortina d’Ampezzo, Bormio und das Fleimstal (Val di Fiemme) verteilt.
Zentrale Termine:
- 6. Februar 2026: Offizielle Eröffnungsfeier im Giuseppe-Meazza-Stadion (San Siro) in Mailand.
- 7. Februar 2026: Erste Vergabe von Goldmedaillen.
- 22. Februar 2026: Schlussfeier in der antiken Arena von Verona.
Sportliche Highlights & Neuerungen:
- Umfang: Es werden 116 Medaillenentscheidungen in 8 Sportarten (bzw. 16 Disziplinen) ausgetragen.
- Neue Sportart: Skibergsteigen (Ski Mountaineering) feiert seine Premiere im olympischen Programm.
- Teilnehmende: Erwartet werden etwa 2.871 Athleten (davon 1.533 Männer und 1.338 Frauen) aus 92 Nationen.
Wichtige Austragungsorte (Auswahl):
- Mailand: Eiskunstlauf, Shorttrack und Eishockey.
- Cortina d’Ampezzo: Ski Alpin (Frauen), Bob, Rodeln, Skeleton und Curling.
- Bormio: Ski Alpin (Männer) und Skibergsteigen.
- Antholz: Biathlon.
- Val di Fiemme: Skispringen, Langlauf und Nordische Kombination.
Detaillierte Informationen zum Zeitplan und Tickets finden Sie auf der offiziellen Seite von Milano Cortina 2026.
Chancen auf Medaillen:
Bei den großen Namen richten sich viele Blicke auf Athletinnen und Athleten, die im Weltcup regelmäßig vorne mitmischen. Bei den Damen sind es vor allem Petra Vlhová und Mikaela Shiffrin, die im Riesenslalom und Slalom regelmäßig ganz vorne mitfahren und auch bei Olympia zu den Podestfavoritinnen gehören. Ein besonderer Blickfang ist Lindsey Vonn: Mit Weltcupsiegen in St. Moritz (Dezember 2025) und Zauchensee (Jänner 2026) schrieb sie Geschichte als älteste Weltcupsiegerin aller Zeiten und zeigt, dass sie auch mit 41 Jahren auf Speed-Kursen noch um Spitzenplätze kämpft. Aus österreichischer Sicht könnten etwa Katharina Liensberger, Ramona Siebenhofer oder Nina Ortlieb für Edelmetall sorgen, wenn sie ihre beste Form abrufen.
Auch bei den Herren stehen spannende Bewerbe bevor: Speed-Spezialisten wie Vincent Kriechmayr oder Stefan Babinsky zählen im Super-G und in der Kombination zu den realistischen Podestkandidaten, wenn sie ihr Potenzial auf der anspruchsvollen Olympiapiste abrufen. In den technischen Disziplinen zeigt Manuel Feller nach seinem emotionalen Sieg im Kitzbühel-Slalom, dass in den Torläufen durchaus mit österreichischen Erfolgen zu rechnen ist. Neben ihm könnten auch Marco Schwarz oder andere technisch starke Läufer bei Riesenslalom und Slalom für Spitzenplätze sorgen.
Die größten Medaillenchancen für Österreich liegen traditionell im alpinen Skisport, wo Erfahrung und Teamstärke oft den Ausschlag geben. Gleich dahinter folgen Skispringen und Biathlon, wo sowohl Einzel- als auch Teamwettbewerbe Chancen auf Edelmetall bieten, wenn alles zusammenpasst. Im Snowboard-Freestyle steht Österreich mit Ausnahmeathletin Anna Gasser ganz vorne: Mit ihren spektakulären Tricks und der nötigen Olympia-Erfahrung gehört sie zu den Topfavoritinnen auf Medaillen in Big Air und Slopestyle.
Auch im Eiskanal, etwa bei Rennrodeln oder Skeleton, können junge Talente für Überraschungen sorgen. Diese Mischung aus etablierten Medaillenjägern und potenziellen Sensationen macht das olympische Programm für heimische Fans besonders reizvoll.
(red)