ÖAK: ePaper-Anteile gewinnen weiter an Gewicht
Die zweite ÖAK-Halbjahresbilanz 2025 zeigt einen stabilen Printmarkt, in dem digitale Ausgaben zunehmend an Bedeutung gewinnen.
Die Österreichische Auflagenkontrolle (ÖAK) hat die neuesten Zahlen für das zweite Halbjahr 2025 veröffentlicht. Die Daten geben einen vollständigen Überblick über die durchschnittlich verbreiteten Auflagen österreichischer Printtitel – von Tageszeitungen über Magazine bis zu Fachzeitschriften.
Stabilität in Tageszeitungen, Dynamik bei Magazinen
Klassische Tageszeitungen halten ihre Position relativ stabil, auch wenn einzelne Titel leichte Rückgänge bei den Einzelverkäufen verzeichnen. Besonders interessant ist der Trend bei Digitalausgaben: ePaper-Zahlen fließen zunehmend in die Gesamtauflagen ein und spiegeln die wachsende Nachfrage nach flexiblen Lesemöglichkeiten wider. Bei den Magazinen zeigt sich dagegen eine größere Dynamik. Neue Titel treten in den Markt ein, während einige bestehende Titel entweder ihre Erscheinungsweise ändern oder aus der Statistik ausscheiden.
Stabilität bei den Marktführern
Die „Kronen Zeitung“ liegt weiterhin an der Spitze der Tageszeitungen mit einer verbreiteten Auflage von rund 585.000 Exemplaren, davon etwa 45.000 ePaper. Auch der „Kurier“ hält seine Position bei 170.000 verkauften Exemplaren, inklusive 15.000 digitalen Ausgaben. Tageszeitungen wie die „Kleine Zeitung“ (Graz und Klagenfurt) erreichen zusammen 150.000 Exemplare.
Wochenzeitungen und Magazine
Unter den Wochenzeitungen verzeichnen Titel wie „Die Presse am Sonntag“ stabile Auflagen, während regionale Wochenblätter leichte Rückgänge zeigen. Bei Magazinen werden monatlich erscheinende Titel im Schnitt zwischen 20.000 und 50.000 Exemplaren verbreitet, ergänzt durch ePaper, die vor allem jüngere Lesergruppen ansprechen.
Digitalisierung prägt den Markt
Besonders deutlich wird die wachsende Bedeutung digitaler Formate. Immer mehr Verlage integrieren ihre ePaper-Ausgaben in die ÖAK-Statistik. Für die Werbewirtschaft bedeutet das, dass die klassischen Printzahlen zunehmend in ein umfassenderes Reichweitenbild eingebettet werden – ein Faktor, der Planung und Budgetierung stark beeinflusst.
(red)

