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Nach Mordanschlag auf Kriminalreporter

TV- Sendung wegen Drohungen abgesagt
© Pixabay

Wenige Tage nach der versuchten Tötung des niederlĂ€ndischen Kriminalreporter Peter R. de Vries ist am Samstag eine Fernsehsendung wegen Drohungen abgesagt worden. Wie der RTL Sender mitteilte, wurde das Studio im Zentrum von Amsterdam aus SicherheitsgrĂŒnden gerĂ€umt. De Vries war am Dienstagabend vor dem Studio auf offener Straße niedergeschossen und dabei lebensgefĂ€hrlich verletzt worden, nachdem er in der Live- Sendung RTL Boulevard aufgetreten war. Der niederlĂ€ndische Reporter ist Vertrauensperson des Kronzeugen in einem groß angelegten Prozess gegen eine Drogenbande. Laut Medienberichten ist sein Zustand weiterhin kritisch.

Wie auch ein Sprecher der Amsterdamer Stadtverwaltung erklĂ€rte, sei eine ernstzunehmende Drohung gegen die Sendung eingegangen. Der Justizminister Ferd Grappenhaus sagte, es seien daraufhin „sichtbare und auch unsichtbare Maßnahmen“ ergriffen worden. Einzelheiten wurden nicht genannt.

Kurz nach dem Anschlag waren zwei MĂ€nner aufgrund von Aussagen von Augenzeugen und Kamerabildern festgenommen worden. Ein 21-jĂ€hrige Rotterdamer soll der SchĂŒtze sein. Ein 35-jĂ€hriger Pole mit Wohnsitz im Dorf Maurik im SĂŒdosten der Niederlande, soll das Fluchtauto gefahren haben. Die Untersuchungshaft der beiden TatverdĂ€chtigen wurden am Freitag um zwei Wochen verlĂ€ngert. Seitens der Polizei wurden bisher keine Einzelheiten ĂŒber die HintergrĂŒnde oder Motive bekannt gegeben.

APA/ Red.

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