Kriechmayr dominiert Medienpräsenz bei Olympia
Rund 40 Prozent aller Beiträge über österreichische Athleten bei den Olympischen Winterspielen 2026 entfielen auf den Skisport.
Die österreichischen Athleten bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Italien sorgten nicht nur sportlich, sondern auch medial für Aufsehen. Laut einer Analyse von APA-Comm führt das alpine Skiteam das aktuelle Medienpräsenz-Ranking an.
Kriechmayr ist mediales Aushängeschild
Mit insgesamt 427 Beiträgen ist Vincent Kriechmayr der medial präsenteste österreichische Sportler bei den Spielen. Der Oberösterreicher gewann gemeinsam mit Manuel Feller die Silbermedaille in der Team-Kombi der Männer und war zudem in Abfahrt und Super-G ein Schwerpunkt der Berichterstattung. Auf den Plätzen zwei und drei folgen die alpinen Skirennläuferinnen Ariane Rädler (383 Beiträge) und Cornelia Hütter (336 Beiträge), die mit Gold beziehungsweise Bronze in der Einzelwertung überzeugen konnten. Insgesamt sind sieben Athleten aus dem alpinen Skisport unter den 15 meistgenannten heimischen Olympia-Teilnehmern vertreten. Rund 40 Prozent aller analysierten Berichte widmeten sich dieser Sportart.
Snowboarder setzen eigene Akzente
Auch die österreichischen Snowboarder erzielten hohe Medienaufmerksamkeit. Goldmedaillengewinner Benjamin Karl (322 Beiträge) und Alessandro Hämmerle (264 Beiträge) sowie Fahnenträgerin und Big-Air-Finalistin Anna Gasser (274 Beiträge) befinden sich in den Top 15 der meistgenannten Athleten.
Medaillengewinne kein Garant
Die APA-Comm-Analyse zeigt, dass ein Medaillengewinn nicht automatisch zu großer Medienpräsenz führt. Im Rodeln etwa liegt Silbermedaillengewinner Jonas Müller mit 241 Beiträgen unter den Top 15, während Selina Egle (135 Beiträge) und Lara Kipp (130 Beiträge) trotz zweier Medaillen nicht in den Top 30 erscheinen. Ein weiteres Beispiel ist Skeleton-Olympiasiegerin Janine Flock: Trotz Gold im Einzel und ihrer Rolle als Fahnenträgerin bei der Abschlusszeremonie in Verona erreichte sie mit 208 Beiträgen nur Rang 17.
Ausgewogenheit bei Männern und Frauen
Betrachtet man die Geschlechterverteilung, zeigt sich ein nahezu ausgewogenes Bild. Unter den 50 meistgenannten österreichischen Athleten befinden sich 24 Frauen und 26 Männer. Insgesamt nahmen 115 Sportler an den Olympischen Winterspielen teil, darunter 52 Frauen und 63 Männer sowie zwei Bob-Ersatzleute.
(APA/red)

