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Jagerhofer-Eventfirma ist insolvent

Das Unternehmen war über Jahre hinweg für das Beachvolleyball-Turnier in Klagenfurt verantwortlich.

25.03.2025 16:31
Redaktion
© ACTS/Oliver Gast
Hannes Jagerhofer

Für Hannes Jagerhofer ist es der Traum seines Lebens, der da gerade zerplatzt. Mit A1 – so äußert er sich vertraulich gegenüber alten Bekannten, alten Mitstreitern – sei sein wichtigster Sponsor abgesprungen.

800.000 sei der Betrag, der weggebrochen sei, weil sich der Namensgeber für sein Beachvolleyball-Turnier verabschiedet habe. Und insgesamt seien ihm da 1,2 Millionen abhandengekommen. Die ganze Causa sei noch im Laufen. Offiziell äußern könne er sich da nicht, aber es gäbe Projekte, es gäbe mögliche andere Partner und ja, er hätte schon aus der Telekommunikationsbranche ein anderes Unternehmen an der Angel, mit dem ein neuer Anlauf gemacht werden könnte. Das Handicap dabei? Nun, sein Vertrag, den er mit dem Beachvolleyball-Weltverband für Österreich habe, sei zwar unlimitiert aufrecht, doch im Ausgleichsfall stünde zu befürchten, dass er den wohl verlieren könnte. Und dann wäre das Lebenswerk wohl perdu.

Warum – obwohl der Ausgleich erst im Laufen sei – seine Causa schon an die Öffentlichkeit gedrungen sei? Nun, sein Anwalt hätte alles Notwendige veranlassen müssen, um die entsprechenden handelsrechtlichen Verfahren rechtzeitig einzuleiten. Jagerhofer, 63, Zeit seines Lebens erfolgsverwöhnt, Star der Society, Sportveranstalter von Topformat mit fantastischen Zuschauerzahlen, wirkt geknickt.

Und A1? Was sagen die? Dort will sich keiner äußern. Nur ein zynisches: “Natürlich sind wir immer an allem schuld, wenn ein Sponsor abspringt.” Aber so ist es halt mit Verträgen. Das sei ja keine Pacht für immer, tönt es von jemandem aus dem Telekommunikationsgiganten, der nicht genannt werden möchte. Und so ist das halt im Leben. Jeder Auftrag will neu erkämpft werden, Sponsorships sind keine Pfründe. Und ja, das soll es geben, dass sich Sponsoren oder Hauptsponsoren zurückziehen. Und manchmal einfach nur so…

Originalmeldung 

Über das Vermögen der Veranstaltungsagentur Acts Communication GmbH von Hannes Jagerhofer ist am Montag ein Insolvenzverfahren am Landesgericht Klagenfurt eröffnet worden. Das Unternehmen war über Jahre hinweg maßgeblich für die Organisation des bekannten Beachvolleyball-Turniers in Klagenfurt verantwortlich.

Laut Kreditschutzverbänden belaufen sich die Passiva auf 6,1 Millionen Euro, betroffen sind rund 80 Gläubiger sowie drei Mitarbeiter. Der Geschäftsbetrieb ist bereits eingestellt und wird nicht fortgeführt. Angaben zur Höhe der Aktiva liegen derzeit nicht vor.

Hauptsponsor  abgesprungen

Als Hauptgrund für die Insolvenz gilt der Rückzug des Hauptsponsors A1 Telekom Austria, der für das 2025 geplante Beachvolleyball-Event in Pörtschach vorgesehen war. Da kein neuer Hauptsponsor gefunden werden konnte, musste die Veranstaltung abgesagt werden. Das Turnier war laut KSV1870 die wichtigste Umsatzquelle der Gesellschaft.

Die Beachvolleyball-Serie hatte ihren Ursprung in Klagenfurt, wo sie rund 20 Jahre lang ausgetragen wurde, bevor sie 2017 nach Wien auf die Donauinsel übersiedelte. Jagerhofer ist Geschäftsführer und Alleingesellschafter der Acts Communication GmbH, die ihren Firmensitz vor etwa 15 Jahren von Wien nach Klagenfurt verlegt hatte.

(APA/red)

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