Großbritannien plant Social-Media-Verbot

Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren sollen künftig keinen Zugang mehr zu sozialen Netzwerken haben.

15.06.2026 10:42
red04
© Adobe

Die britische Regierung will die Nutzung sozialer Medien für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren verbieten. Premierminister Keir Starmer begründete den Schritt mit den negativen Auswirkungen sozialer Netzwerke auf junge Menschen. Trotz möglicher Vorteile für Jugendliche überwiegen aus Sicht der Regierung die Risiken.

Mit dem Vorhaben folgt Großbritannien dem Beispiel von Australien, das Ende 2025 als erstes Land weltweit ein entsprechendes Verbot eingeführt hatte. Kritiker weisen jedoch darauf hin, dass solche Regelungen häufig umgangen werden können, etwa durch VPN-Dienste oder falsche Altersangaben bei der Kontoerstellung.

Neben den geplanten Einschränkungen für soziale Netzwerke kündigte die Regierung auch strengere Regeln für Gaming- und Live-Streaming-Plattformen an. Erwachsene sollen dort künftig nicht mehr ohne Weiteres über Chatfunktionen Kontakt zu Minderjährigen aufnehmen können.

Auch in Europa gewinnt die Debatte an Fahrt. Mehrere Länder, darunter Frankreich, Spanien, Griechenland, Norwegen und Österreich, prüfen ähnliche Maßnahmen. In Österreich wird derzeit an einem Gesetz gearbeitet, das ein Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche unter 14 Jahren vorsehen könnte. Die konkrete Ausgestaltung und der Zeitplan stehen jedoch noch nicht fest.

APA/Red.

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