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Bis zu 6 Stunden in Social Media

Alarmierende Studie zur Handynutzung von weiblichen Teenagern

31.05.2024 12:42
LB
© unsplash

Teenager verbringen ihre Freizeit viel am Handy. Vor allem Mädchen sind bis zu sechs Stunden täglich im Social Web, was laut einer Studie der Universität Helsinki auf suchtähnliches Verhalten hinweise. Diese Abhängigkeit wirkt sich negativ auf das Wohlbefinden und im Allgemeinen auf die Gesundheit aus. Zudem zeigen neuere Untersuchungen eine Zunahme der Angstgefühle bei diesen Teenagern durch die intensive Nutzung der sozialen Medien.

Zur Studie

Die Untersuchung der Universität Helsinki fand an allen 49 Oberschulen in Helsinki, Espoo und Vantaa statt. Diese umfasste 1164 Mädchen im Alter von 15 und 16 Jahren, wobei diese 59 % der Schülerinnen an den teilnehmenden Schulen repräsentieren. Die Probandinnen schätzten vorab die eigene tägliche Nutzung des Smartphones und lieferten im Nachgang (detaillierte) Nutzungsdaten.

Als Untersuchungsgegenstand wurden die Screenshotdaten der Teilnehmerinnen analysiert, wobei 44 % der Mädchen keine Auskünfte zur Verfügung stellten. Sie wurden jedoch in den Analysen in Hinblick auf eine mögliche Sucht und ihr Wohlbefinden berücksichtigt. Für eine mögliche Suchtdiagnose wurde die „Bergen Social Media Addiction Scale“(BSMAS) genutzt (Suchtpotential von 6 bis 30 Punkten). Darüber hinaus wurden weitere Skalen zur Feststellung von Angstgefühlen und der Körperwertschätzung eingesetzt, wobei die Teens selbst ihre Gesundheit, Stimmung, Müdigkeit und Einsamkeit mithilfe von diesen visuellen Analogskalen bewerteten.

Auswertung und Ergebnisse

Aus allen Datenanalysen zusammen ergaben sich Werte von 350 Minuten oder 5,8 Stunden für die Nutzung der Smartphones von weiblichen Teenagern. Davon werden   231 Minuten oder 3,9 Stunden auf den sozialen Medien verbracht. Ob unter der Woche oder am Wochenende spielt hierbei keine signifikante Rolle. Bemerkenswert ist jedoch, dass sich sie Mädchen selbst mit weniger Zeit am Handy und in Social Media verorten.

Basierend auf der Auswertung der BSMAS-Ergebnisse waren mit 183 Teilnehmerinnen 17 % der Teens möglicherweise von den sozialen Medien abhängig und mit 37 % schnitten 371 Mädchen über dem Grenzwert für eine mögliche Angststörung ab. Neben schlechteren Noten kommt es hierbei vermehrt zu Müdigkeit, Einsamkeit, zu einem negativen Körperbild sowie eine schlechtere Gesundheit im Ganzen.

pressetext/red

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