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Gericht schränkt „Zeit“-Durchsuchung ein

Das Landgericht Hamburg hält Tonaufnahmen einer „Zeit“-Journalistin für relevant, um mögliche Beeinflussungen späterer Zeugenaussagen prüfen zu können.

28.10.2026 11:52
red04
Die Aufnahmen könnten für die Bewertung der Aussagen im Verfahren von Bedeutung sein. © Adobe Stock
Die Aufnahmen könnten für die Bewertung der Aussagen im Verfahren von Bedeutung sein.

Das Landgericht Hamburg hat Teile eines eigenen Durchsuchungsbeschlusses aufgehoben, mit dem Tonaufnahmen einer Journalistin der Zeit sichergestellt worden waren. Die vorläufige Sicherstellung von Aufzeichnungen mit der älteren Tochter der Block-Familie sei rechtswidrig gewesen. An den Aufnahmen von Gesprächen mit der jüngeren Tochter hält das Gericht hingegen fest.

Keine Vertragsunterlagen mehr im Fokus

Die Sicherstellung der Aufnahmen war am 12. Oktober angeordnet worden. Die Journalistin und der Zeit-Verlag legten dagegen Beschwerde ein. Nun erklärte das Landgericht, dass für das Verfahren nur Tonaufnahmen relevant seien, die sich auf die mutmaßlich geschädigte jüngere Tochter beziehen. Auch die zunächst angeführte Suche nach möglichen Vertragsunterlagen zwischen der Journalistin beziehungsweise dem Verlag und der Block-Familie spielt keine Rolle mehr. Das Gericht halte an dieser Begründung nicht fest. Es sei glaubhaft, dass weder ein Vertrag bestanden habe noch Geld geflossen sei.

Gericht sieht mögliche Beeinflussung von Aussagen

Die Aufzeichnungen von Gesprächen mit der jüngeren Tochter kurz nach dem Ende der mutmaßlichen Entführung dürfen nach Ansicht der Kammer weiterhin sichergestellt bleiben. Eine zeitnahe Befragung kindlicher Opferzeugen durch oder im Beisein anderer Autoritätspersonen könne erhebliche suggestive Einflüsse auf deren Aussagen haben, heißt es in der Mitteilung. Ohne Kenntnis der Gesprächsinhalte seien auch spätere Aussagen gegenüber der Polizei nur schwer zu überprüfen. Die Aufnahmen könnten daher für die Bewertung der Aussagen im Verfahren von Bedeutung sein.

(APA/red)

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