Spotify startet mit Gegenwind ins Quartal
Spotify wächst weiter, muss sich im dritten Quartal aber auf höhere Erwartungen und schwächeres Nutzerwachstum einstellen.
Der Streamingdienst Spotify zeigt sich beim Ausblick auf das laufende dritte Quartal zurückhaltender als von Analysten erwartet. Das Unternehmen rechnet mit 788 Millionen monatlich aktiven Nutzern. Die Prognose liegt unter den Erwartungen des Marktes. Auch beim operativen Gewinn bleibt die Prognose hinter den Schätzungen zurück. Spotify erwartet für das dritte Quartal einen operativen Gewinn von 670 Millionen Euro. Grundlage dafür soll ein Umsatzanstieg auf rund 5 Milliarden Euro sein. Dabei dürften auch positive Währungseffekte eine Rolle spielen.
Nutzerzahl steigt, bleibt aber unter Zielvorgaben
Das zweite Quartal verlief für Spotify mit gemischten Ergebnissen. Die Zahl der monatlich aktiven Nutzer stieg im Jahresvergleich um 12 Prozent auf 777 Millionen. Damit blieb der Streaminganbieter jedoch leicht hinter den eigenen Zielen sowie den Erwartungen der Analysten zurück. Bei den kostenpflichtigen Abonnements konnte Spotify dagegen stärker abschneiden. Mit 300 Millionen zahlenden Nutzern übertraf das Unternehmen die Markterwartungen.
Umsatz wächst, Gewinn deutlich verbessert
Der Umsatz legte im zweiten Quartal um 14 Prozent auf knapp 4,8 Milliarden Euro zu. Die Erwartungen der Analysten wurden damit jedoch nicht vollständig erreicht. Beim operativen Ergebnis entwickelte sich Spotify hingegen besser als erwartet. Der operative Gewinn erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um fast zwei Drittel auf 655 Millionen Euro. Unter dem Strich erzielte das Unternehmen einen Gewinn von gut einer halben Milliarde Euro. Im Vorjahresquartal hatte Spotify noch einen Verlust von 86 Millionen Euro ausgewiesen. Die Börse reagierte zunächst zurückhaltend auf die Zahlen und den Ausblick. Die Spotify-Aktie gab im vorbörslichen US-Handel um gut ein Prozent nach.
(APA/red)
