Das Micky Maus Magazin wird 75 Jahre alt
Zum 75-jährigen Bestehen wird eine Sonderedition mit Rückblick auf die Geschichte des Magazins veröffentlicht.

Am 29. August 1951 erschien erstmals das „Micky Maus – das bunte Monatsheft“ in deutschen und österreichischen Zeitschriftenregalen. Heute wird das Heft als „Micky Maus Magazin“ im zweiwöchentlichen Rhythmus veröffentlicht. Laut Angaben des Verlags Egmont Ehapa Media wurden bislang mehr als 1,3 Milliarden Exemplare verkauft, womit das Magazin zu den erfolgreichsten Kinder- und Comic-Titeln weltweit zählt. Zum 75-jährigen Bestehen ist eine vierteilige „Micky Maus Legacy Collection“ angekündigt.
Start in den 1950ern
Die erste Ausgabe erschien mit einer Startauflage von 300.000 Exemplaren und kostete in Österreich vier Schilling, umgerechnet rund 0,29 Euro. Sie war zudem die erste deutsche Zeitschrift, die vollständig in Farbe gedruckt wurde. Neben den Comics aus Entenhausen enthielt das Heft von Beginn an auch redaktionelle Inhalte. Die Chefredaktion übernahm die Kunsthistorikerin Erika Fuchs, die mit ihrem charakteristischen Sprachstil die deutsche Disney-Comictradition maßgeblich prägte. Im Laufe der Jahre wurde die Erscheinungsform mehrfach angepasst. Bereits 1956 stellte das Magazin von einer monatlichen auf eine 14-tägige Veröffentlichung um, während der Umfang von 32 auf 40 Seiten erweitert wurde. Nur ein Jahr später wurde das Heft schließlich zum Wochentitel.
Auflage und Verbreitung
1991 erreichte das Magazin mit rund einer Million gedruckten Exemplaren seinen bisherigen Höchststand, wobei etwa 650.000 Hefte verkauft wurden. In späteren Jahren sank die Druckauflage deutlich und liegt inzwischen bei rund 110.000 Exemplaren. Laut Angaben von Egmont Ehapa Media trugen Marketingmaßnahmen und ungewöhnliche Vertriebswege in der Anfangszeit wesentlich zur Etablierung bei. So seien nicht verkaufte Hefte teilweise auf Schulhöfen verteilt worden, was die Bekanntheit deutlich gesteigert habe. Ab 1976 wurden Bastelanleitungen regelmäßig Teil des Heftumfangs. 1984 erhielten die Zusatzbeigaben erstmals die Bezeichnung „Extra“. Im Laufe der Zeit entwickelten sich daraus vielfältige Beilagen – von Bastelbögen und Aufklebern über Bügelbilder bis hin zu ungewöhnlichen Zugaben wie Furzkissen, Urzeitkrebsen oder elektronischen Kleingames.
Österreich-Sonderausgaben
In den Jahren 1987 bis 1989 erschienen in Österreich eigenständige Ausgaben mit teilweise abweichenden Titelbildern und Inhalten. Dabei wurden nicht immer dieselben Comics veröffentlicht wie in der deutschen Ausgabe. 1988 war zudem der Schauspieler Didi Hallervorden der erste Mensch, der auf dem Titel des „Micky Maus Magazins“ abgebildet war.
Jubiläum und aktuelle Sonderedition
Zum 75-jährigen Bestehen erscheint am 26. Mai die erste Ausgabe der „Micky Maus Legacy Collection“. Die Reihe soll eine Rückschau auf die Geschichte des Magazins bieten und enthält klassische Comics wie „Im Land der viereckigen Eier“ sowie seltene Fundstücke und Hintergrundmaterial. Darüber hinaus wird die Rolle bedeutender Zeichner und Autoren hervorgehoben, darunter Carl Barks und Paul Murry, die die Entwicklung der Disney-Comics maßgeblich beeinflussten.
(APA/red)