Joyn führt kostenpflichtiges Abo-Modell ein
Joyn führt ein Premium-Abo ein, das Nutzern unter anderem weniger Werbung und erweiterte Streaming-Funktionen ermöglichen soll.
Die Streamingplattform Joyn wird drei Jahre alt und nutzt das Jubiläum, um ein kostenpflichtiges Zusatzangebot einzuführen. Mit „Joyn+“ soll ab kommender Woche eine neue Abo-Variante starten, während das bisherige kostenlose Angebot unverändert bestehen bleibt.
Abo-Modell mit erweiterten Funktionen
Das neue Angebot Joyn+ soll 6,99 Euro pro Monat im Jahresabo oder 8,99 Euro ohne Bindung kosten. Vorgesehen sind unter anderem eine deutlich reduzierte Werbeeinblendung, zusätzliche Pay-TV-Kanäle sowie eine Download-Funktion für die Offline-Nutzung. Zudem sollen Inhalte von mehr als 20 deutschen öffentlich-rechtlichen Sendern eingebunden werden. Der kostenlose Zugang zur Plattform bleibt weiterhin bestehen. Mit Joyn+ sollen zusätzlich ausgewählte Inhalte früher verfügbar sein, darunter sogenannte 7-Tage-Vorab-Previews. Auch weitere Joyn Originals sowie zusätzliche Mediatheken sollen schrittweise ergänzt werden. Die neuen Pay-TV-Kanäle sind im Livestream enthalten, jedoch nicht im On-Demand-Bereich abrufbar.
Wachstum bei Nutzungszahlen und Content-Angebot
Im Rahmen der Jubiläumsfeier präsentierte die Geschäftsführung von ProSiebenSat.1Puls4 aktuelle Entwicklungszahlen. Die Plattform bündelt inzwischen mehr als 150 Live-Sender sowie rund 70 Mediatheken. Zum Start waren es noch etwa 50 Sender und 15 Mediatheken. Auch die Nutzung ist deutlich gestiegen: Vor drei Jahren lag die Zahl der Monthly Video Users bei 364.000, inzwischen sind es 1,38 Millionen. Rund 36 Prozent der Nutzer verwenden die Plattform mehr als vier Stunden pro Monat. Laut Unternehmensangaben ist Joyn bei 87 Prozent der Bevölkerung zumindest bekannt.
Kooperation im Medienmarkt
Die Unternehmensführung hob die Zusammenarbeit mit verschiedenen Partnern hervor, darunter der ORF sowie ServusTV. Diese hätten im Rahmen der Feierlichkeiten Grußbotschaften übermittelt. Ziel sei es, im Wettbewerb mit internationalen Streaminganbietern stärker auf Kooperationen im deutschsprachigen Medienmarkt zu setzen. Zu den meistgenutzten Inhalten auf der Plattform zählen weiterhin Reality-TV-Formate wie „Bauer sucht Frau“, „Forsthaus Rampensau“ und „Match in Paradise“. Neu angekündigt wurde zudem das Doku-Format „Team Arnautovic“, das ab 7. Juni verfügbar sein soll. Im Mittelpunkt steht der Profi-Fußballer Marko Arnautovic, der auch im linearen Fernsehen auf Puls 4 begleitet wird. Die Produktion zeigt ihn im privaten Umfeld zwischen Familie und Sport und setzt auf eine dokumentarische Darstellung seines Alltags.
(APA/red)