Sparkurs von ProSiebenSat.1 zeigt sich effektiv
ProSiebenSat.1 hat sein operatives Ergebnis im ersten Quartal dank Kostensenkungen und Sondereffekten deutlich auf 44 Millionen Euro verbessert.
Der Medienkonzern ProSiebenSat.1 hat zum Jahresauftakt eine spürbare Verbesserung seines operativen Ergebnisses erzielt. Das Unternehmen, das zur italienischen Mediengruppe MediaForEurope gehört, profitierte dabei vor allem von geringeren Kosten. Nach einem Betriebsverlust (EBITDA) von 6 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum wurde nun ein Betriebsgewinn von 44 Millionen Euro ausgewiesen. Ein Teil der Verbesserung ergibt sich aus einem Sondereffekt im Vorjahr: Der Verkauf des Vergleichsportals Verivox hatte damals zu einer Ergebnisbelastung von 34 Millionen Euro geführt.
Kostensenkung und strukturelle Anpassung
Unternehmenschef Marco Giordani verfolgt im Konzern einen klaren Sparkurs. Ziel sei es nicht, Personal abzubauen, sondern die Effizienz zu steigern und mit vergleichbarer Mitarbeiterzahl mehr Leistungen zu erbringen. Im Zuge dieser Strategie sollen unter anderem der Aufsichtsrat verkleinert und die Vergütung der Gremienmitglieder reduziert werden. Giordani verwies zudem auf den fortgesetzten Verkauf von Randaktivitäten. Diese Maßnahmen würden die Organisation verschlanken und die Profitabilität weiter stärken, so die Einschätzung des Managements.
Entwicklung der Werbeerlöse unterschiedlich
Im Kerngeschäft mit Fernsehwerbung gingen die Erlöse zurück. Gleichzeitig konnten die digitalen und sogenannten Smart-TV-Werbeumsätze um rund zehn Prozent zulegen. Damit setzt sich eine gegenläufige Entwicklung innerhalb der Werbeerlöse fort. Finanzvorstand Bob Rajan sprach von einem insgesamt positiven Trend im Werbemarkt. Der April habe sich dabei besser entwickelt als das gesamte erste Quartal, auch wenn das Marktumfeld weiterhin schwierig sei. Für das laufende Geschäftsjahr hält das Unternehmen an der bisherigen Prognose fest und erwartet weiterhin einen deutlichen Anstieg des Ergebnisses. Insbesondere in der zweiten Jahreshälfte sollen sich die Umsätze im Entertainment-Geschäft nach Einschätzung des Managements wieder stärker entwickeln.
(APA/red)