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BlackRock-Chef warnt vor KI

Larry Fink ruft Privatanleger dazu auf, stärker am Finanzmarkt teilzunehmen, um vom KI-Boom zu profitieren.

24.03.2026 12:41
red04
© Adobe

Der Chef des Vermögensverwalters BlackRock, Larry Fink, sieht in der rasanten Entwicklung der Künstlichen Intelligenz ein Risiko für zunehmende Ungleichheit. In seinem jährlichen Aktionärsbrief betont er, dass wirtschaftlicher Wohlstand oft jenen zugutekommt, die bereits über Vermögen verfügen – ein Trend, der sich durch den KI-Boom weiter verstärken könnte.

Seit dem Start von ChatGPT Ende 2022 hätten vor allem Unternehmen an den Finanzmärkten profitiert, die eine zentrale Rolle im KI-Bereich spielen. Davon hätten insbesondere Investoren profitiert, die bereits in diese Firmen investiert waren.

Fink hebt hervor, dass die Beteiligung von Privatpersonen an den Finanzmärkten zwar gestiegen sei, insgesamt aber weiterhin auf vergleichsweise niedrigem Niveau liege. Vor allem klassische Anlageformen wie Aktien würden noch nicht ausreichend genutzt, um langfristig Vermögen aufzubauen. Historisch hätten jedoch gerade technologische Umbrüche großen wirtschaftlichen Wert geschaffen, der vor allem Unternehmen und deren Investoren zugutekomme.

Künstliche Intelligenz betrachtet Fink als entscheidenden Faktor im globalen Wettbewerb, insbesondere zwischen den USA und China. Um die Chancen zu nutzen, seien Investitionen in Forschung, Infrastruktur, Fachkräfte und Kapitalmärkte notwendig. Gleichzeitig gebe es unter Anlegern auch Sorgen, dass KI bestehende Geschäftsmodelle unter Druck setzen könnte.

Trotz aktueller Unsicherheiten und Schwankungen an den Märkten empfiehlt Fink, langfristig investiert zu bleiben. Als Beispiel verweist er auf den S&P 500, bei dem sich Investitionen über die vergangenen Jahrzehnte deutlich vervielfacht hätten. Angesichts geopolitischer Spannungen und wirtschaftlicher Veränderungen sei es wichtig, sich nicht von kurzfristigen Entwicklungen ablenken zu lassen, sondern den langfristigen Nutzen im Blick zu behalten.

APA/Red.

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