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Medien-Neustart für Wiener Zeitung

Unabhängigkeit, Transparenz und mehr Qualität für das Staatsmedium.

24.02.2026 11:48
red04
© Adobe

Anlässlich der Neubesetzung der Geschäftsführung der im Besitz der Republik stehenden Wiener Zeitung GmbH fordert die Organisation Reporter ohne Grenzen (RSF) Österreich tiefgreifende Reformen. Die aktuelle Bewerbungsfrist bis 24. Februar bietet laut RSF die Chance für einen echten Neustart – weg von parteipolitischen Einflüssen hin zu unabhängiger Führung.

Zu den fünf Kernforderungen gehört eine klare Entpolitisierung der Geschäftsleitung, die Nutzung von über 25 Millionen Euro Rücklagen zur Förderung der heimischen Medienlandschaft sowie ein Stopp staatlicher Werbeausgaben bei globalen Tech-Konzernen. RSF-Recherchen zeigen, dass die Wiener Zeitung seit ihrem Neustart 2023 mehr als eine halbe Million Euro in Werbung auf Plattformen wie Instagram, YouTube, TikTok und Facebook investiert hat – mit fragwürdigem Erfolg: Viele Videos erreichen nur wenige hundert Aufrufe.

Zudem verlangt RSF ein neues Wiener-Zeitung-Gesetz, das klare Qualitätsstandards definiert und den öffentlichen Mehrwert in den Fokus rückt. Auch der Abbau neuer Geschäftsfelder wie dem „Media Hub“ und volle Kostentransparenz stehen auf der Agenda.

RSF-Präsident Fritz Hausjell richtet einen eindringlichen Appell an Medienminister Andreas Babler: „Ob Österreich ein unabhängiges, öffentliches Medienunternehmen schafft oder ein politisch steuerbares Instrument behält, liegt in seiner Hand.“

APA/Red.

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