Wien Holding trennt sich von Gollowitzer
Einvernehmliche Vertragsauflösung beendet mehr als zwanzig Jahre Tätigkeit des Geschäftsführers.
Mit 31. Jänner 2026 endet das Dienstverhältnis von Kurt Gollowitzer als Geschäftsführer der Wien Holding. Stadt Wien und Manager haben sich auf eine einvernehmliche Vertragsauflösung verständigt, wie aus einer Rathauskorrespondenz vom Mittwoch, 21. Jänner 2026, hervorgeht. Gollowitzer spricht von „beruflich neuen Wegen“, die er nach mehr als zwei Jahrzehnten im Konzern einschlagen wolle.
Der 53-jährige Jurist, gebürtig aus dem Burgenland, begann seine Laufbahn bei der Wien Holding im Jahr 2006. Nach Stationen in verschiedenen leitenden Funktionen übernahm er 2013 die kaufmännische Leitung der Wiener Stadthalle. Fünf Jahre später, 2018, wurde ihm die Geschäftsführung der Holding übertragen, in der zentrale unternehmerische Beteiligungen der Stadt gebündelt sind – vom Donauturm über Immobilien- und Hafenbetriebe bis zu den Vereinigten Bühnen Wien.
Die zuständige Finanzstadträtin Barbara Novak würdigte Gollowitzers Wirken als durchgehend professionell und von gegenseitigem Vertrauen geprägt. Er habe, so Novak, „mit vollem Herzen für die Daseinsvorsorge der Wienerinnen und Wiener gearbeitet“. Die Stadt dankte ihm für seinen langjährigen Einsatz und wünschte ihm für den weiteren Berufsweg alles Gute.
Bis zur Bestellung einer Nachfolge übernimmt Oliver Stribl in seiner Funktion als Geschäftsführer interimistisch alle Geschäftsbereiche. Die Funktion des zweiten Geschäftsführers soll laut Rathaus in den kommenden Tagen ausgeschrieben werden. In der Wiener Stadtpolitik markiert der Abgang Gollowitzers damit weniger einen abrupten Bruch als einen geordneten Übergang – mit offenem Ausgang für die künftige Führung der stadteigenen Unternehmensgruppe.
(PA/red)