Omas Knödel mit zuckerfreier Coca-Cola
Coca-Cola will in einer neuen Kampagne das Getränk wieder als Begleiter herzhafter Hauptmahlzeiten etablieren.
Coca-Cola Österreich rückt mit einer neuen Kampagne das gemeinsame Essen in den Mittelpunkt – und positioniert das Getränk wieder klar als Begleiter zu herzhaften Hauptmahlzeiten. In einer Küche, die bewusst unspektakulär bleibt, kocht Alexander Kumptner ein klassisches Gericht, lädt Gäste an den Tisch und greift zwischendurch ganz selbstverständlich zur Cola. Kochen, Essen und Trinken erscheinen dabei als zusammenhängender Ablauf – nicht als große Geste, sondern als vertraute Alltagssituation.
Herzensküche ohne Hype
Inhaltlich bleibt der zugehörige TV-Spot auf sicherem Terrain. Keine Food-Trends, keine Paradiesvögel, kein moralischer Unterbau. Kumptner spricht über die österreichische Küche als eine der besten der Welt – vielleicht nicht die coolste, aber handwerklich solide und geschmacklich verlässlich. Coca-Cola ergänzt diese Linie mit einem altbekannten Versprechen: Essen verbindet, Coca-Cola verbindet.
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Dass Coke Zero dabei als „idealer Speisenbegleiter“ inszeniert wird, wirkt folgerichtig. Wer zu einer deftigen Hauptmahlzeit greift, möchte sich nicht auch noch zusätzlich mit Zucker belasten.
Erinnerung als Zutat
Das zentrale Motiv der Kampagne ist Nostalgie. Gerüche, Geschmäcker, das Rezeptbuch der Oma, das spontane Zusammenrufen der Familie. All das ist vertraut, beinahe archetypisch. Selbst die Knödel bleiben Projektionsfläche: unspektakulär und eindeutig als Erinnerung markiert.
Am Ende funktioniert der Spot genau so, wie er wohl gedacht war. Er soll das Getränk nicht als Lifestyle-Produkt bewerben und auch nicht als Schlankmacher verkaufen, sondern altbekannte Traditionen wachrufen und hochhalten. Dabei Erinnerungen an eine Zeit wecken, in der Kinder am Tisch ein kleines Glas Cola bekamen, eine Literflasche im Kühlschrank für die ganze Familie stand und das gemeinsame Mittagessen am Wochenende etwas Besonderes war.
Diese Erinnerung soll nicht nur zu Hause greifen, sondern auch im Restaurant. Wenn der Kellner fragt, was man trinken möchte – und die Antwort früher kaum eine zweite Option kannte als “ein Cola bitte”. So betrachtet ist die Kampagne weniger Neuerfindung als Rückeroberung einer Selbstverständlichkeit, die Coca-Cola an den Esstisch zurückbringen will.
(red)